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Women without Men

Die Geschichte von fünf Frauen, die sich im Jahr der Machtergreifung des Schahs in einem Orchideengarten treffen.


Women without Men

Leihvideo

Erhältlich seit:
03.03.2011

Originaltitel: Zanan bedoone mardan

Drama

Deutschland/Österreich/Frankreich 2009
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Pegah Ferydoni
Arita Shahrzad
Shabnam Tolouei

Regie: Shirin Neshat, ...
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Women without Men

Im Sommer 1953 ergreift der Schah, gestützt von der CIA, die Macht in Iran. In diesen Tagen treffen sich fünf iranische Frauen in einem pittoresken Orchideengarten in Karadschi: eine ledige Lehrerin, eine junge Prostituierte, zwei unverheiratete Freundinnen und eine Frau aus der Mittelklasse, die unter der Knute ihres Bruders lebt. Gemeinsam finden sie Unabhängigkeit, Trost und Kameradschaft.

Basierend auf einem verbotenen Buch des Schriftstellers Shahrmush Parsipur begann die iranische Künstlerin Shirin Neshat 2004 die Arbeit an fünf Videoinstallationen, die wiederum die Grundlage für ihren ersten Spielfilm bilden. Unterstützt von Kameramann Martin Gschlacht nutzt sie die erzählerischen Möglichkeiten des Mediums Film, um in einer Art Antwort auf Hemingways "Men without Women" von einer Gesellschaft zu erzählen, in der die Männer die Entscheidungen treffen, die Frauen sich aber die Kontrolle über ihre Körper und Seelen bewahren.

Women without Men

Eine Parallele zur heutigen Demokratiebewegung zieht dieses iranische Drama: Vier Frauen erleben einen Moment der Freiheit vor dem Putsch des Schahs 1953.

Durch ihre Fotoserie "Women of Allah", in der sie mit Kalligraphien überzogene Frauen präsentierte, machte sie erstmals von sich reden, mit ihren lyrischen und preisgekrönten Videoinstallationen sich endgültig einen Namen in der internationalen Kunstszene. Die im Iran geborene Shirin Neshat geht in ihrem preisgekrönten Regiedebüt zurück in die Vergangenheit und verknüpft in einer traumähnlichen Geschichte weibliche Wirklichkeit mit politischen Ereignissen, zieht in poetisch-metaphorischer Sprache den Bogen zur Gegenwart. Basierend auf dem im Iran verbotenen Roman von Shamush Parsipur erzählt sie von vier Frauen im Sommer 1953, kurz bevor der demokratisch gewählte Premierminister Mossadegh gestürzt und der Schah mit Unterstützung der USA und Großbritannien wieder an die Macht kommt.

Eine kunstbegeisterte Frau gefangen in einer lieblosen Ehe, eine junge Prostituierte, eine politische Aktivistin und deren heiratswillige Freundin führt der Zufall in einem verwunschenen Garten vor den Toren Teherans zusammen. In der iranischen Kultur ist der Garten politisches Symbol für Exil, Freiheit und Unabhängigkeit, eine schützende Oase. Sie lehnen sich auf gegen ihr Schicksal und hoffen einen kurzen Augenblick auf eine selbst bestimmte und demokratische Zukunft.

Überraschend ist die Brisanz der Historie und die Parallelen zur aktuellen Demokratiebewegung des seit 2003 entwickelten zweigeteilten Video- und Filmprojekts. Der Look des Films ändert sich je nach Handlungsort, Innen- und Außenwelt unterscheiden sich. So dominieren gesättigte Farben, um die Ära ins rechte Licht zu rücken, farbenfroher und damit fröhlicher ist die Zeichnung des Naturrefugiums, Sepiafarben verleihen den Straßenprotesten ein archivarisches Aussehen. Der Wechsel zwischen realer und surrealer Ebene, die Facetten des magische Realismus als "natürliche Neigung" unterdrückter Individuen geben dem Film einen fantastischen Sog. mk.

Darsteller:  Pegah Ferydoni   als Faezeh
  Arita Shahrzad   als Fakhri
  Shabnam Tolouei   als Munis
  Orsolya Tóth   als Zarin
 
Regie:  Shirin Neshat  
  Shoja Azari  
Buch:  Shirin Neshat  
  Shoja Azari  
Musik:  Ryuichi Sakamoto  
Kamera:  Martin Gschlacht  
Produzent:  Susanne Marian  
  Martin Gschlacht  
  Philippe Bober  
 

Women without Men in der Fotoshow

 

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