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Kaufvideo
Erhältlich seit:
22.10.2010
Deutschland/Österreich 2005
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 16
Regie: Michael Glawogger
Süddeutsche Zeitung

Stirbt die Arbeiterklasse aus? Dieser Frage geht der Österreicher Michael Glawogger ("Megacities") in seiner erschreckend-bedrückenden Mischung aus Kunst- und Dokumentarfilm nach und macht sich in fünf verschiedenen Ländern auf die Suche nach dem Proletariat.
Mehr Lohn, mehr Weihnachtsgeld und ja keine 40-Stundenwoche - die deutschen Arbeitnehmer wissen, was sie wollen. Nicht ausgebeutet werden. Doch wo hört Arbeit auf, fängt Ausbeutung an? Alles eine Sache der Definition - und der Herkunft. Mit seiner Kamera begleitete der Künstler und Regisseur fünf Jahre lang Schwerstarbeiter aus aller Welt bei ihrem Kampf um und mit der Arbeit. Folgte den Spuren fünf verschiedener Männer(-gruppen), die Tag für Tag ihr Leben aufs Spiel setzen - und das für einen Hungerlohn. Des Filmemachers Suche nach den Helden der körperlichen Arbeit beginnt in der Ukraine. Hier, wo vor einigen Jahren der Bergbau noch boomte, gibt es mittlerweile nur Geisterschächte. Lediglich kleine Trupps von Bergleuten schlagen noch in illegalen Minen zum Eigenbedarf Kohle. Über Schwefelsammler in Indonesien, Schlächter in Nigeria und Schiffsdemonteure in Pakistan, die unter lebensgefährlichen Bedingungen riesige Tankschiffe zerschweißen, kommen Michael Glawogger und sein Team nach China. Die Stahlkocher dort blicken, trotz aussichtsloser Lage, positiv in die Zukunft. Eine Zukunft, in der es nur wenig Platz zu geben scheint für die Schwerstarbeiter(-klasse)...
Eine kluge, streng gegliederte und auch zutiefst philosophische Betrachtung zum Thema "Aussterben" körperlicher Arbeit, dargeboten als Mischung aus Dokumentation und Kunstfilm. Zu Wort kommen einmal die, die wirklich etwas zu sagen haben und deren Geschichten im eigenen Land (meist) auf taube Ohren stoßen. Die Kamera "begreift" die Arbeit, bis der Zuseher sie förmlich spürt. Und dabei wird der Begriff "Arbeit" selbst reflektiert, vielleicht sogar neu definiert. Lange lässt der Grazer seine Bilder stehen, bis sie eindringen, tief ins Gehirn und einem dämmert, dass auf unserer Welt nichts von Bestand ist. Auch nicht das Kino, das, gerade mal gut 100 Jahre alt, von neuen Medien wie der DVD abgelöst zu werden droht. Ein wahrhaft erschreckender Gedanke. geh.
Stirbt die Arbeiterklasse aus? Verschwindet körperliche Schwerstarbeit, oder wird sie nur unsichtbar? Michael Glawogger begibt sich in "Workingman's Death" auf die Spuren dieser Fragen - er begleitet dabei unter anderem auch illegale ukrainische Minenarbeiter und hofft mit chinesischen Stahlarbeitern auf eine glorreiche Zukunft. Diese Zukunft ist aber mittlerweile in Deutschland angekommen, wo eine gealtige Hochofenanlage in einen Freizeitpark verwandelt wurde.
Quelle: Süddeutsche Zeitung
| Regie: | Michael Glawogger | ||
|---|---|---|---|
| Buch: | Michael Glawogger | ||
| Musik: | John Zorn | ||
| Kamera: | Wolfgang Thaler | ||
| Produzent: | Mirjam Quinte | ||
| Erich Lackner | |||
| Pepe Danquart | |||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Mehrsprachig
Untertitel: Deutsch
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