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Wunsch & Wirklichkeit

Tragische Love Story um eine Frau, die von drei Männern geliebt wird, aber letztlich nur einem das Gefühl erwidert.


Wunsch & Wirklichkeit

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Erhältlich seit:
17.02.2005

Originaltitel: The Proposition

Drama

USA 1998
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 12

Kenneth Branagh
Madeleine Stowe
William Hurt

Regie: Lesli Linka Glatter
Universal Pictures Germany

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Wunsch & Wirklichkeit

Boston, 1935. Die selbstbewußte Eleanor wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby. Da ihr Mann Arthur, ein wohlhabender Anwalt, jedoch zeugungsunfähig ist, beauftragt er den gutaussehenden Harvard-Studenten Roger, seine Frau zu schwängern. Dieser verliebt sich in Eleanor und bedrängt sie mit seiner Zuneigung. Als Roger wenig später tot aufgefunden wird, verdächtigt Eleanor Arthur des Mordes. Aus Verzweiflung wendet sie sich an Pfarrer Michael McKinnon, den verhaßten Neffen ihres Mannes. Die beiden kommen sich näher...

Regisseurin Lesli Linka Glatter ("Damals und Heute") erzählt in ihrem rührseligen Melodram die tragische Geschichte einer gutbürgerlichen amerikanischen Familie. Dank beeindruckendem Produktionsdesign und aufwendig gestalteter Kostüme entwirft sie zudem ein stimmiges Bild der dreißiger Jahre. Trotz hervorragender schauspielerischer Leistungen von Kenneth Branagh, Madeleine Stowe und William Hurt fehlt es der arg konstruiert wirkenden Handlung mitunter an Spannung, Dramatik und Glaubwürdigkeit. Das bewegende Epos, das auf große Emotionen setzt, dürfte vor allem ein weibliches Publikum ansprechen.

Wunsch & Wirklichkeit

Wie schon in "Firelight" ist unerfüllter Kinderwunsch auch der Motor dieses Familiendramas, das auch heitere Momente integriert, Frauen als unabhängige und Priester als zerissene Geschöpfe etabliert und die Kluft zwischen Wohlstand und Armut thematisiert.

Der Wunsch zur Harmonisierung dieses reichen Themenkatalogs von Lesli Linka Glatter ("Now & Then - Damals und Heute") scheitert trotz gelungener Ansätze an der Tatsache, daß sich Tendenzen zum Klischee-Melodram mit seriösen Gefühlen nicht vereinbaren lassen.

Unausgewogenheit ist der gemeinsame Nenner eines Films, der in Einzelelementen gefällt, aber als Ganzes nicht überzeugt und ratlos macht. Warum wird der Prolog der Komik willen gedehnt, die Reparatur einer tragisch erschütterten Ehe aber auf wenige Sätze reduziert? Warum wird ein als tugendhaft-schüchtern eingeführter Jungmann nach zwei, drei sexuellen Trainingseinheiten mit einer Frau in Richtung ungehobelter Poltergeist entwickelt? Warum wirken manche Dialoge reif, andere hingegen billig? Von konstanter Qualität ist jedoch die Darstellung Stowes, die emotionale Nuancen präzise vermittelt, und sich damit zwei Jahre nach "12 Monkeys" wieder mit einem Klasse, Wärme und Sensibilität reflektierenden Auftritt für größere Aufgaben empfiehlt. Sie ist die Frau, die drei Männer lieben und letztlich keiner bekommt. Eine Frau, die sich ihren Freiraum bewahrt hat, obwohl ihr einflußreicher, ihr ergebener Mann (William Hurt) zu starkem Kontrollverhalten neigt. Seine Zeugungsunfähigkeit und ihr Wunsch nach einer Schwangerschaft lassen die beiden einen für die Zeit (1935) verwegenen Plan schmieden. Ein ausgewählter junger Mann (echter "Starship Trooper": Neil Patrick Harris) soll "Sex machen", deutet den Akt nach mehreren Versuchen aber als "Liebe machen" um, was nicht ohne Konsequenzen bleibt. Nach vollendeter Dienstleistung reklamiert der Verliebte Rechte, gefährdet die Verschwiegenheit des Unternehmens und schweigt wenig später unter der Erde. Leider hat Eleanor weniger Vertrauen zu ihrem Mann als mancher, mit "Rebecca" bekannte Zuschauer, hält ihn für den Mörder und läßt sich in dieser Phase der Distanz auf die Nähe eines Priesters ein (mitunter übermotiviert: Kenneth Branagh), der 17 Jahre später sein "Dornenvögel"-Dilemma beichtet. Das Tangieren von Colleen McCulloughs Herz-Schmerz-Territorium zerrt "Wunsch & Wirklichkeit" am stärksten in ein Klischee, in das Regisseurin Glatter mit ihrem anfangs feministisch-liberalen Zug kaum geraten wollte. Was am Ende zurückbleibt, ist der Eindruck eines sperrigen, hausbacken inszenierten Melodrams, dessen Sprunghaftigkeit in Charakterzeichnung und Dramaturgie manchen Zuschauer zwischen Ablehnung und Zustimmung pendeln lassen könnte. kob.

Darsteller:  Kenneth Branagh   als Pater Michael McKinnon
  Madeleine Stowe   als Eleanor Barrett
  William Hurt   als Arthur Barrett
  Neil Patrick Harris   als Roger Martin
  Robert Loggia   als Hannibal Thurman
  Josef Sommer   als Pater Dryer
  Blythe Danner   als Syril Danning
  David Byrd   als Dr. Jenkins
 
Regie:  Lesli Linka Glatter  
Buch:  Rick Ramage  
Musik:  Stephen Endelman  
Kamera:  Peter Sova  
Produzent:  Ted Field  
  Diane Nabatoff  
  Scott Kroopf  
 

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Features

 

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