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Leihvideo
Erhältlich seit:
10.11.2003
USA 2003
Laufzeit: 128 Min.
FSK: ab 12
Sir Patrick Stewart
Hugh Jackman
Sir Ian McKellen
Regie: Bryan Singer
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Nicht ein paar 100.000, sondern nur drei Jahre brauchte die Evolution für einen gewaltigen Sprung. Die kommerziell sehr erfolgreiche, aber hinter den Möglichkeiten des Stoffs zurückgebliebene Ouvertüre der genetischen Freaks mutiert dank sichtbar aufwändigerer Pflege zu einem gut zweistündigen Comicspektakel, dass nun endlich ist, was der Name einer Hauptfigur bisher nur andeutete: magnetisch. Dieses Morphing eines Versprechens zu seiner Einlösung resultiert in einem Sequel, das von der brillanten Eröffnung an in seinen Actionsequenzen überzeugt, mit Effekten verblüfft, die dem Evolutionszwang der Digital-Illusionisten gerecht werden und darüber hinaus biologische Wunder maskuliner und femininer Natur präsentiert, die im Gesamteindruck nur einen Schluss zulassen: im Kinofrühling werden diesen Mutanten wohl allenfalls Simulanten das Fürchten lehren.
Dass die Konkurrenz von der Matrix schon drei Wochen nach Start der "X-Men" ein nahezu identisches Zielpublikum bedient, ist für beide Filme keine Ideallösung, zeigt aber auch das Selbstbewusstsein der Konkurrenten. Auch ohne die kultige Cyperpunk-Aura des Warner-Rivalen setzt der Fox-Gigant in seinem eigenen Kosmos Ausrufezeichen. Alles ist größer, eleganter, hypnotischer und packender als im Vorgänger, der 25 Millionen Dollar weniger ausgeben durfte und etwas darunter litt, das X-Men-Universum erklären und seine Protagonisten halbwegs gleichwertig einführen zu müssen. Der Nachfolger benötigt keine Vorstellungen mehr, sondern beginnt mit einem furiosen Actionhighlight, das den Zuschauer auf Anhieb erobert und an den Film bindet. In einer virtuosen Harmonisierung von Visual Effects, Soundtrack und dramatischer Inszenierung fällt der blauhäutige Nightcrawler, ein Neuzugang unter den X-Men, im Weißen Haus ein, duelliert sich akrobatisch mit dem Wachpersonal und telportiert sich mit coolen Verpuffungswolken in Sekundenschnelle durch die Gänge, bis nur ein Schuss in letzter Sekunde ihn hindert, die Amtszeit des US-Präsidenten gewaltsam zu verkürzen. Das Attentat verstärkt die bereits im Vorgänger illustrierte Kluft zwischen Menschen und Mutanten, spielt dem Anführer der Intoleranzfraktion endlich die Karte zur Vernichtung der Genfreaks in die Hand. Stryker ist der zentrale bad guy des Films, der aus ganz persönlichen Motiven Rache an den X-oten nehmen will. Die Hauptrolle in seiner Strategie fällt dabei Cerebro zu, das durch Professor Xaviers mächtige Gedankenkontrolle gesteuerte Instrument, in dem jedes Lebewesen der Erde lokalisiert und damit auch vernichtet werden kann. Der Diebstahl der Apparatur in Xaviers Internat ist ein weiterer Actionhöhepunkt des Films und wird schließlich auch sein dramatischer Motor. Denn um den Missbrauch von Cerebro zu verhindern, müssen die beiden Mutantenfraktionen des Vorgängers nun im Team arbeiten. Weitere Plotstränge sind Wolverines Suche nach seiner traumatischen Vergangenheit, seine Zuneigung für Jean Grey, aber auch seine Anziehungskraft auf Magnetos Shapeshifter Mystique. Schließlich wird auch das Unberührbarkeitsdilemma von Teenager Rogue thematisiert, die Figur von Iceman ausgebaut und Wolverine ein weibliches Pendant gegeben, mit dem er sich mit ausgefahrenen Klauen ein für beide wohl befriedigendes S&M-Finale liefern darf. Hier wie auch in anderen Passagen zeigt der Film Sinn für schwarzen Humor, ohne die humanen Aspekte seiner Geschichte aus den Augen zu verlieren. Dass man trotz einer finalen Verlusterfahrung nicht wirklich betroffen ist, liegt an der Vielzahl der Figuren, die eine notwendige enge Bindung fast unmöglich macht. Dass Teamerlebnis ist aber auch die große Stärke der X-Men-Welt, die in diesem zweiten Auftritt im Grunde von zwei Frauen dominiert wird. Die eine verändert virtuos ihre Gestalt, obwohl sie dies nicht nötig hätte, die andere im Schlussbild vielleicht auch, was den Film mit einem originellen Cliffhanger enden lässt. "We'll be watching", verspricht Wolverine - und Millionen werden ihm folgen. kob.
| Darsteller: | Sir Patrick Stewart | als Professor Charles Xavier | |
|---|---|---|---|
| Hugh Jackman | als Logan/Wolverine | ||
| Sir Ian McKellen | als Eric Lensherr/Magneto | ||
| Halle Berry | als Storm | ||
| Famke Janssen | als Jean Grey | ||
| James Marsden | als Scott Summers/Cyclops | ||
| Rebecca Romijn | als Mystique | ||
| Brian Cox | als William Stryker | ||
| Alan Cumming | als Kurt Wagner/Nightcrawler | ||
| Bruce Davison | als Senator Kelly | ||
| Anna Paquin | als Rogue | ||
| Kelly Hu | als Yuriko Oyama | ||
| Aaron Stanford | als John Allerdyce/Pyro | ||
| Katie Stuart | als Kitty Pryde | ||
| Michael Reid MacKay | als Jason 143 | ||
| Keely Purvis | als kleines Mädchen 143 | ||
| Shawn Ashmore | als Bobby Drake/Iceman | ||
| Kea Wong | als Jubilee | ||
| Daniel Cudmore | als Colossus | ||
| Connor Widdows | als Jones | ||
| Bryce Hodgson | als Artie | ||
| Shauna Kain | als Siryn | ||
| Cotter Smith | als Präsident McKenna | ||
| Alf Humphreys | als Steven Drake | ||
| Jill Teed | als Madeline Drake | ||
| James Kirk | als Ronnie Drake | ||
| Ty Olsson | als Mitchell Laurio | ||
| Regie: | Bryan Singer | ||
| Buch: | Michael Dougherty | ||
| Dan Harris | |||
| Musik: | Michael Kamen | ||
| John Ottman | |||
| Kamera: | Newton Thomas Sigel | ||
| Produzent: | Lauren Shuler-Donner | ||
| Ralph Winter | |||
X-Men 2 in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: Vollbild (4:3)
Star
Sir Patrick Stewart
Er gab zwei Ikonen der Pop-Kultur unverwechselbares Profil und wechselt als angesehener Shakespeare-Darsteller mühelos zwischen...
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Hugh Jackman
Der Aristokrat unter den Action Men. Wie Mel Gibson stammt er aus Australien und ist als Charmeur und Macho mit Herz, dem Look und der...
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