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X-Men: Der letzte Widerstand

Dritter Teil des Mutantenspektakels, in dem ein Heilserum und eine neue Supermacht den Konflikt zum Krieg der Kräfte werden lässt.


X-Men: Der letzte Widerstand (2 Discs)

Leihvideo

Erhältlich seit:
24.04.2009

Originaltitel: X-Men: The Last Stand

Action/ Science Fiction

USA 2006
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12

Hugh Jackman
Halle Berry
Sir Ian McKellen

Regie: Brett Ratner
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Der Showdown der Actionsaga ist pures, überwältigendes Megakino für alle Sinne!

Treffen mit Dr. McCoy (Foto: Fox) Großansicht

Treffen mit Dr. McCoy (Foto: Fox)

"Ich kann Ihnen versichern", so Regisseur Brett Ratner, "das ist nicht nur der größte Film, den ich je gemacht habe, das ist einer der größten Filme, den je ein Studio in Angriff genommen hat." Sprach's und verschwand wieder im Schneideraum, um letzte Hand an "X-Men: Der letzte Widerstand" zu legen.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Man darf ihm glauben! Solcherart furioses Überwältigungskino bringt selbst das in Superlativen schwelgende Hollywood nur alle paar Jahre hervor. Großes Spektakel trifft große Gefühle, eine visuelle und emotionale Achterbahnfahrt von epischer Tiefe.

Angel darf nicht immer von seinen Flügeln Gebrauch machen (Foto: Fox) Großansicht

Angel darf nicht immer von seinen Flügeln Gebrauch machen (Foto: Fox)

Das letzte Gefecht

Souverän spinnt Erfolgsregisseur Ratner ("Rush Hour") die von Bryan Singer etablierte Superheldensaga fort, fügt mit Fingerspitzengefühl neue Charaktere hinzu und entwickelt die bekannten Figuren konsequent weiter.

In der Hauptsache jedoch bläst er zum Showdown zwischen Menschen, Dr. Xaviers X-Men und Magnetos finsteren Schergen. Denn ein neues Heilmittel, das alle Mutanten in normale Menschen verwandeln könnte, erschüttert das fragile Gleichgewicht und stürzt alle Parteien in einen todbringenden Konflikt. Wer dieses letzte Gefecht überstehen wird, entscheidet sich erst in letzter Minute.

X-Men: Der letzte Widerstand (2 Discs)

Knackig und kriegerisch geht Marvels Mensch-Mutantenkonflikt in die dritte Runde. Am Ende der opferreichen Effektschlacht sind die Friedhöfe voll und die Hoffnungen auf Qualitätskonstanz erfüllt.

Passend zum Filmthema wurde Regisseur Brett Ratner selbst geächtet, als er Bryan Singer im Mutanten-Franchise beerbte und von den Fans im Netz verbal ans Kreuz geschlagen. Die Antwort des Comedy-Spezialisten ("Rush Hour"), der sich bereits mit seinem Lecter-Prequel "Roter Drache" besser als befürchtet geschlagen hatte, ist keine X-beliebige Fortsetzung, sondern ein würdiger Franchisebeitrag, der den Themen der Vorgängerfilme treu bleibt. Wieder kollidiert das tolerante Mutantenteam um Professor Xavier mit der Aggressionsfraktion des Erzrivalen Magneto. Wieder steht Invidualität auf dem Spiel, reibt sich Kontrolle an ungehemmter Hingabe. Verdichtet werden diese Inhalte in zwei Handlungslinien. Ein junger Mutant ist der Schlüssel für ein Heilmittel, das die Mutation auflösen, das Einzigartige auf das Normale reduzieren kann. Einige X-Men sehen das als Chance - Magneto und seine Jünger, die mit Tattoos, Piercings und Nietenoutfits leicht auszumachen sind, aber als Löschprogramm, das vernichtet, was erhalten werden müsste. Die zweite Schlüsselfigur ist Jean Grey, die nach ihrem Opfertod im Vorgänger in einer Alternativ-Inkarnation wiedergeboren wird. In ihrer schizophrenen Persönlichkeit ist das zentrale Dilemma konzentriert, ringt die Unterdrückung der Superkräfte mit ihrer Auslebung. Grey ist hier das kumulierte Böse, das sich Magneto anschließt, während ihre guten Spurenelemente nur noch von der Liebe Wolverines aufgespürt werden können.

Nach Kurzrückblick in ihre Kindheit und einer ersten Demonstration ihrer Macht spult "X Men 3" sein atemloses Unterhaltungsprogramm ab. Ein herber Verlust für die Fankurve dürfte Shapeshifter Mystique sein, die früh ein Opfer des Heilserums wird. Leichter verschmerzt wird der Abgang von X-Veteran Cyclops, der Wolverine und Grey einen kurzen Akt echter Leidenschaft ermöglicht. In einem spektakulären Gedanken- und Mutantenduell zeigt Grey schließlich Xavier die Grenzen auf, der in guter Mentortradition den Weg Obi Wan Kenobis geht und die X-Men führerlos zurücklässt. Triebfeder des simplen Plots ist Magnetos Todeswunsch für den Jungen, der das Geheimnis des Heilmittels in seinen Genen trägt. Um ihn zu vernichten, verlegt er eindrucksvoll die Golden Gate Bridge nach Alcatraz, wo schließlich das Actionfinale mit einem packenden Kräftemessen der Mutanten veranstaltet wird. Während alle Veteranen - Storm, Wolverine, vor allem aber Famke Janssens Grey und Ian McKellens Magneto - ein angemessenes Spotlight in der Effektshow bekommen, führt Ratner viele neue Mutanten mit amüsanten Talenten ein. Manche aus Zeitmangel nur als Sekundenschnäppchen - andere, wie Magnetos neues Bad Girl, mit größeren Auftritten. Mehr als Singer, der die gequälte Seele, das Tragische akzentuierte, betont Ratner den Status von Mutanten auch als Fun-Garanten. So ist sein Film trotz zahlreicher Menschenverluste vor allem ein Funfilm geworden - mit knackigen Dialogen, kleinen und großen Liebesdramen, einem guten Mix von Oldies und Youngsters, der in einem Generationswechsel endet. Der allerdings, das zeigt sich kurz vor und nach den Finalcredits, steht auf der Kippe. Für die Zukunft des Franchises gilt das nicht, denn alles scheint möglich: ein Comeback des Dreamteams, ein Spin-Off mit Wolverine, ein Prequel mit Magneto oder eine völlig neue Show mit verjüngten mutierten Genen. kob.

Darsteller:  Hugh Jackman   als Logan/Wolverine
  Halle Berry   als Ororo Munroe/Storm
  Sir Ian McKellen   als Eric Lensherr/Magneto
  Famke Janssen   als Jean Grey/Phönix
  Anna Paquin   als Marie D'Ancanto/Rogue
  Kelsey Grammer   als Hank McCoy/Beast
  Rebecca Romijn   als Raven Darkholme/ Mystik
  James Marsden   als Scott Summers/ Zyklop
  Shawn Ashmore   als Bobby Drake/ Icemann
  Vinnie Jones   als Cain Marko/Juggernaut
  Sir Patrick Stewart   als Professor Charles Xavier
  Ben Foster   als Warren Worthington III/ Angel
  Dania Ramirez   als Callisto
  Ellen Page   als Kitty Pryde
  Michael Murphy   als Warren Worthington II
  Shohreh Aghdashloo   als Dr. Kavita Rao
  Josef Sommer   als Präsident
  Bill Duke   als Trask
  Aaron Stanford   als John Allerdyce/ Pyro
  Daniel Cudmore   als Peter Rasputin/ Colossus
 
Regie:  Brett Ratner  
Buch:  Zak Penn  
  Simon Kinberg  
  Michael Dougherty  
  Dan Harris  
Musik:  John Powell  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Ralph Winter  
  Lauren Shuler-Donner  
  Avi Arad  

Studio will nur Peter Jackson für "The Hobbit"

Als Guillermo del Toro überraschend seinen Abschied von der "Herr der Ringe"-Vorgeschichte "The Hobbit" verkündete, übertrafen sich Fans und Kenner weltweit mit Mutmaßungen über die Nachfolge.

Peter Jackson: Noch ist nicht klar, ob der Weg des "Herr der Ringe"-Regisseurs wieder nach Mittelerde führt zu "The Hobbit" (Foto: Paramount) Großansicht

Peter Jackson: Noch ist nicht klar, ob der Weg des "Herr der Ringe"-Regisseurs wieder nach Mittelerde führt zu "The Hobbit" (Foto: Paramount)

Doch die Macher legen sich offenbar auf die naheliegende Variante fest: Filmriese Warner und Rechteinhaber Metro Goldwyn Meyer (MGM) bieten keinem anderen Kandidaten den Regiestuhl bei den beiden "Hobbit"-Filmen an, solange Wunschkandidat Peter Jackson nicht definitiv abgesagt hat.

Diese Aussage ist vor allem eine Reaktion auf die Meldung, "Harry Potter"-Regisseur David Yates könnte das Zepter bei der "Herr der Ringe"-Vorgeschichte übernehmen. Doch dieser ließ nun über einen Sprecher erklären, dass an diesem Gerücht "absolut nichts dran" sei. Zuvor waren als Regiekandidaten für "The Hobbit" unter anderem David Dobkin ("Die Hochzeits-Crasher") und Brett Ratner ("Roter Drache", "X-Men 3") gehandelt worden.

Die Fans wird das freuen, schließlich ist Peter Jacksons Name seit seiner grandiosen "Herr der Ringe"-Trilogie untrennbar mit Mittelerde verbunden.

Wie hoch ist die "Ablösesumme" für Peter Jackson?

Allerdings ist die Haltung von Warner riskant. Zwar hat Peter Jackson, der bisher lediglich als Produzent der "Hobbit"-Filme arbeitet, selbst gesagt, er werde "das Nötige unternehmen um sicherzustellen, dass die Filme wirklich gemacht werden" - und das schloss auch einen möglichen Job als Regisseur ein. Gleichzeitig gab Peter Jackson aber zu bedenken, dass er bereits Verträge für andere Regie-Arbeiten abgeschlossen hat, im Glauben, dass Guillermo Del Toro in nächster Zeit die Hauptarbeit an "The Hobbit" leisten werde. Ob Jacksons Vertragspartner ihn nun nach dem Ausstieg des Mexikaners aus diesen Zusagen entlassen, haben weder der Kultregisseur in der Hand, noch die "Hobbit"-Macher.

Indes stehen die Kulissen und Kostüme weiter bereit, die gesamte Crew wartet nur noch auf den Startschuss für den Aufbruch zum Einsamen Berg. Dazu müsste aber zum einen der Rechteinhaber MGM das Budget freigeben und zum anderen Peter Jackson womöglich aus bestehenden Verträgen freigekauft werden.

Und genau das gestaltet sich momentan extrem schwierig für MGM: Das Traditionsunternehmen steckt derart in Finanznöten, dass aus dem einstmals so stolz brüllenden Löwen ein ängstlich miauendes Kätzchen geworden ist.

 

X-Men: Der letzte Widerstand (2 Discs) in der Fotoshow

 

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