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Leihvideo
Erhältlich seit:
23.10.2006
Originaltitel: X-Men: The Last Stand
USA 2006
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12
Hugh Jackman
Halle Berry
Sir Ian McKellen
Regie: Brett Ratner
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Knackig und kriegerisch geht Marvels Mensch-Mutantenkonflikt in die dritte Runde. Am Ende der opferreichen Effektschlacht sind die Friedhöfe voll und die Hoffnungen auf Qualitätskonstanz erfüllt.
Passend zum Filmthema wurde Regisseur Brett Ratner selbst geächtet, als er Bryan Singer im Mutanten-Franchise beerbte und von den Fans im Netz verbal ans Kreuz geschlagen. Die Antwort des Comedy-Spezialisten ("Rush Hour"), der sich bereits mit seinem Lecter-Prequel "Roter Drache" besser als befürchtet geschlagen hatte, ist keine X-beliebige Fortsetzung, sondern ein würdiger Franchisebeitrag, der den Themen der Vorgängerfilme treu bleibt. Wieder kollidiert das tolerante Mutantenteam um Professor Xavier mit der Aggressionsfraktion des Erzrivalen Magneto. Wieder steht Invidualität auf dem Spiel, reibt sich Kontrolle an ungehemmter Hingabe. Verdichtet werden diese Inhalte in zwei Handlungslinien. Ein junger Mutant ist der Schlüssel für ein Heilmittel, das die Mutation auflösen, das Einzigartige auf das Normale reduzieren kann. Einige X-Men sehen das als Chance - Magneto und seine Jünger, die mit Tattoos, Piercings und Nietenoutfits leicht auszumachen sind, aber als Löschprogramm, das vernichtet, was erhalten werden müsste. Die zweite Schlüsselfigur ist Jean Grey, die nach ihrem Opfertod im Vorgänger in einer Alternativ-Inkarnation wiedergeboren wird. In ihrer schizophrenen Persönlichkeit ist das zentrale Dilemma konzentriert, ringt die Unterdrückung der Superkräfte mit ihrer Auslebung. Grey ist hier das kumulierte Böse, das sich Magneto anschließt, während ihre guten Spurenelemente nur noch von der Liebe Wolverines aufgespürt werden können.
Nach Kurzrückblick in ihre Kindheit und einer ersten Demonstration ihrer Macht spult "X Men 3" sein atemloses Unterhaltungsprogramm ab. Ein herber Verlust für die Fankurve dürfte Shapeshifter Mystique sein, die früh ein Opfer des Heilserums wird. Leichter verschmerzt wird der Abgang von X-Veteran Cyclops, der Wolverine und Grey einen kurzen Akt echter Leidenschaft ermöglicht. In einem spektakulären Gedanken- und Mutantenduell zeigt Grey schließlich Xavier die Grenzen auf, der in guter Mentortradition den Weg Obi Wan Kenobis geht und die X-Men führerlos zurücklässt. Triebfeder des simplen Plots ist Magnetos Todeswunsch für den Jungen, der das Geheimnis des Heilmittels in seinen Genen trägt. Um ihn zu vernichten, verlegt er eindrucksvoll die Golden Gate Bridge nach Alcatraz, wo schließlich das Actionfinale mit einem packenden Kräftemessen der Mutanten veranstaltet wird. Während alle Veteranen - Storm, Wolverine, vor allem aber Famke Janssens Grey und Ian McKellens Magneto - ein angemessenes Spotlight in der Effektshow bekommen, führt Ratner viele neue Mutanten mit amüsanten Talenten ein. Manche aus Zeitmangel nur als Sekundenschnäppchen - andere, wie Magnetos neues Bad Girl, mit größeren Auftritten. Mehr als Singer, der die gequälte Seele, das Tragische akzentuierte, betont Ratner den Status von Mutanten auch als Fun-Garanten. So ist sein Film trotz zahlreicher Menschenverluste vor allem ein Funfilm geworden - mit knackigen Dialogen, kleinen und großen Liebesdramen, einem guten Mix von Oldies und Youngsters, der in einem Generationswechsel endet. Der allerdings, das zeigt sich kurz vor und nach den Finalcredits, steht auf der Kippe. Für die Zukunft des Franchises gilt das nicht, denn alles scheint möglich: ein Comeback des Dreamteams, ein Spin-Off mit Wolverine, ein Prequel mit Magneto oder eine völlig neue Show mit verjüngten mutierten Genen. kob.
| Darsteller: | Hugh Jackman | als Logan/Wolverine | |
|---|---|---|---|
| Halle Berry | als Ororo Munroe/Storm | ||
| Sir Ian McKellen | als Eric Lensherr/Magneto | ||
| Famke Janssen | als Jean Grey/Phönix | ||
| Anna Paquin | als Marie D'Ancanto/Rogue | ||
| Kelsey Grammer | als Hank McCoy/Beast | ||
| Rebecca Romijn | als Raven Darkholme/ Mystik | ||
| James Marsden | als Scott Summers/ Zyklop | ||
| Shawn Ashmore | als Bobby Drake/ Icemann | ||
| Vinnie Jones | als Cain Marko/Juggernaut | ||
| Sir Patrick Stewart | als Professor Charles Xavier | ||
| Ben Foster | als Warren Worthington III/ Angel | ||
| Dania Ramirez | als Callisto | ||
| Ellen Page | als Kitty Pryde | ||
| Michael Murphy | als Warren Worthington II | ||
| Shohreh Aghdashloo | als Dr. Kavita Rao | ||
| Josef Sommer | als Präsident | ||
| Bill Duke | als Trask | ||
| Aaron Stanford | als John Allerdyce/ Pyro | ||
| Daniel Cudmore | als Peter Rasputin/ Colossus | ||
| Regie: | Brett Ratner | ||
| Buch: | Zak Penn | ||
| Simon Kinberg | |||
| Michael Dougherty | |||
| Dan Harris | |||
| Musik: | John Powell | ||
| Kamera: | Dante Spinotti | ||
| Produzent: | Ralph Winter | ||
| Lauren Shuler-Donner | |||
| Avi Arad | |||
X-Men: Der letzte Widerstand in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 1:2,40/16:9
Extras: Audiokommentar, "24" Season 4 Episode 1
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