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X-Men: Erste Entscheidung

Gelungenes Reboot der Mutantensaga, das vor dem Hintergrund der Kubakrise die Formierung der X-Men und ihre Spaltung in zwei Lager entwickelt.


X-Men: Erste Entscheidung

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Erhältlich seit:
21.10.2011

Originaltitel: X-Men: First Class

Action/ Science Fiction

USA 2011
Laufzeit: 126 Min.
FSK: ab 12

James McAvoy
Laurence Belcher
Michael Fassbender

Regie: Matthew Vaughn
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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X-Men: Erste Entscheidung

Anfang der Sechzigerjahre lernen sich Charles Xavier, der privilegierte Brite, und Erik Lensherr, der traumatisierte Deutsche, kennen. Bevor diese Männer zu Erzfeinden, zu Professor X und Magneto werden, entwickeln sie eine Freundschaft, bilden junge Mutanten aus. Um einen globalen Nuklearkrieg zu verhindern, zeigt sich das Mutantenteam erstmals der Welt und sichert deren Fortbestand. Doch die Spaltung ist unaufhaltsam, weil Lensherr den Menschen misstraut und darauf fixiert ist, Rache am Mörder seiner Mutter nehmen zu können.

Matthew Vaughns Reboot führt das "X-Men"-Franchise in die 1960er Jahre. Der James Bond-Touch ist damit passend, wie auch der grundsätzlich ernste, nur sporadisch von Humor unterbrochene Ton. Auch wenn der tragende romantische Motor der Vorgänger fehlt, nicht alle Effekte und Mutanten überzeugen, legt dieses verjüngte "X-Men"-Abenteuer sehr unterhaltsam das Fundament für Fortsetzungen und die Intensivierung des Konflikts zwischen seinen interessantesten, von James McAvoy und Michael Fassbender emotional engagiert gespielten Figuren.

X-Men: Erste Entscheidung

Matthew Vaughns Reboot der Hit-Reihe um Marvels Mutanten hat jüngere Helden und Schauplätze in der Vergangenheit, unterhält aber mit dem vertrauten Mix aus Dramatik, Toleranzthematik und Humor.

Von den 1940er bis zu den frühen 1960er Jahren spannt sich der erzählerische Bogen dieses Actionabenteuers, an dem mehr Drehbuchautoren arbeiteten als Mutanten in der Originalcrew der X-Men. Trotzdem gelingt Regisseur Vaughn, der bereits für "X-Men: Der letzte Widerstand" und "Thor" im Gespräch war und mit "Kick-Ass" seine Comic-Affinität auf Medium-Budget-Niveau unterstrichen hat, ein relativ geschlossen wirkender Film, der eine historische Krise mit der Formierung der X-Men, ihrer Spaltung und der charakteristischen Zerrissenheit zwischen Anpassung und Aggression verknüpft. Ein langer Prolog in Auschwitz führt das bereits in Bryan Singers Franchise-Ouvertüre angedeutete familiäre Trauma des jungen Erik Lehnsherr weiter aus, verdichtet es auf die Konfrontation mit einem deutschen Nazi, der Eriks Fähigkeiten erkennt, ihn sadistisch testet und damit zum Todfeind macht, der 20 Jahre später endlich Rache nehmen will. Die tapferen, aber komisch wirkenden Deutschversuche Kevin Bacons, der dieses Monster spielt, das zur treibenden Kraft eines Nuklearkriegs werden wird, werden dank der Synchronisation keinen Schaden anrichten und so die Keimzelle der tragischen Dimension nicht erschüttern, die der Film behutsam auf mehreren Ebenen entwickelt. Betroffen wird davon auch Charles Xavier sein, der 1962 in Oxford noch am Anfang seiner Mutantenforschung steht. Ihm stellt der Film die junge Shapeshifterin Raven (Jennifer Lawrence) zur Seite, die er in seine Familie aufnimmt, bevor sie sich später als Mystique einen vertrauten Namen gibt und eine schwere Entscheidung hinsichtlich ihrer Loyalitäten trifft. Bereits in dieser Beziehung sind die Themen des Films, die Sehnsucht nach Normalität, die Kollision von Idealismus und Skepsis bezüglich menschlicher Toleranz, angelegt, die in der Freundschaft Xaviers und Lehnsherrs dramatisch konzentriert und explosiv auf den tragischen Punkt gebracht werden.

Vaughns Film entwickelt schlüssig die Entwicklung der beiden Männer zu Professor X bzw. Magneto und ihren unausweichlichen Bruch. Der mit der Kubakrise aufgeheizte Kalte Krieg der Supermächte bleibt im Vergleich dazu nur Hintergrund und Auslöser eines packenden, etwa halbstündigen Finales, das mit der Spaltung der Lager die Saat für die Zukunft sät. In den Fortsetzungen ist noch Luft nach oben, können die Qualität der Effekte vereinheitlicht, die Charakterisierungen der Jungmutanten intensiviert und vielleicht auch ein stärkerer romantischer Subplot eingebaut werden. "X-Men: Erste Entscheidung" baut dafür mit den emotional engagierten Darstellungen von James McAvoy und Michael Fassbender ein solides Fundament, hält den Ton der Vorgänger, ist im Schwerpunkt ernsthaft, dabei aber auch humorvoll, hat coole "neue" Mutanten wie den Teleporter Azazel oder Eisamazone Emma Frost und einen spürbaren James Bond-Touch - gerade im Design, aber auch im Plot und besonders im genialen Mutanten McCoy als deutlich jüngeres Pendant zu Q. Und ein kurzes Wiedersehen mit zwei populären Franchise-Veteranen gibt es auch noch. kob.

Darsteller:  James McAvoy   als Charles Xavier, 24 J.
  Laurence Belcher   als Charles Xavier, 12 J.
  Michael Fassbender   als Erik Lensherr/Magneto
  Bill Milner   als Erik, jung
  Kevin Bacon   als Sebastian Shaw
  Rose Byrne   als Dr. Moira MacTaggert
  Jennifer Lawrence   als Raven/Mystique
  Beth Goddard   als Mrs. Xavier
  Morgan Lily   als Raven, 10 J.
  Oliver Platt   als Man In Black Suit
  Jason Flemyng   als Azazel
  Álex González   als Janos Quested/Riptide
  Zoë Kravitz   als Angel Salvadore
  January Jones   als Emma Frost
  Nicholas Hoult   als Hank McCoy/Biest
  Caleb Landry Jones   als Cassidy/Banshee
  Edi Gathegi   als Darwin/Armando Muñoz
  Corey Johnson   als Chief Warden
  Lucas Till   als Alex Summers/Havok
  Demetri Goritsas   als Levene
  Glenn Morshower   als Colonel Hendry
  Don Creech   als William Stryker
  Matt Craven   als CIA Director McCone
  James Remar   als US General
 
Regie:  Matthew Vaughn  
Buch:  Jane Goldman  
  Ashley Miller  
  Zack Stentz  
  Matthew Vaughn  
Musik:  Henry Jackman  
Kamera:  John Mathieson  
Produzent:  Bryan Singer  
  Gregory Goodman  
  Simon Kinberg  
  Lauren Shuler-Donner  

"Transformers 3" mit den meisten Filmfehlern 2011

Tote Handys, verschwundene Kleidungsstücke, falsche Anreden: Nicht alle Filme sind mit Liebe bis ins letzte Detail gemacht. Fehlerkönig 2011 ist "Transformers 3".

Mal mit, mal ohne Hut: Rosie Huntington-Whiteley wird in "Transformers 3" vom Fehlerteufel gejagt (Foto: Paramount) Großansicht

Mal mit, mal ohne Hut: Rosie Huntington-Whiteley wird in "Transformers 3" vom Fehlerteufel gejagt (Foto: Paramount)

Es gibt viele Gründe, sich einen Film anzusehen. Für Jon Sandys, Macher der Website moviemistakes.com und seine Mitstreiter haben ihre helle Freude an den Fehlern, die den Regisseuren unterlaufen. Ihren Adleraugen entgeht nichts, und am häufigsten haben sie 2011 bei "Transformers 3" den Rotstift gezückt.

Ganze 58 Fehler wurden in Michael Bays Brachial-Blockbuster ausgemacht. Das sind sechs mehr als beim Spitzenreiter des letzten Jahres, "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten". Aber natürlich wurden sie auch in anderen Filmhits des Jahres 2011 fündig: Ganze 30 Mal bei "X-Men: First Class" beispielsweise, 20 Mal bei "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2" und 17 Mal bei "Super 8".

Um Exempel ist Fehlerfinder Jon Sandys nicht verlegen. Schon in der ersten Szene von "Transformers 3" geht es los: Carly (Rosie Huntington-Whiteley) läuft eine Treppe hinauf, sie trägt dabei eine weiße Kappe. Die ist plötzlich verschwunden, als sie das ausgestopfte Kanichen hält.

Fehler auch beim "Hangover" und im "Twilight"

In "Hangover 2" nennt Bradley Cooper seinen Co-Star Ed Helms aus Versehen bei seinem richtigen Namen. "Ed" ist (in der Originalfassung) in der Szene zu hören, in der die Helden mit dem Affen vor den Russen fliehen.

Und dann ist da noch "Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht, Teil 1". Bella greift zum Handy, um Rosalie anzurufen. Bevor sie es sich ans Ohr hält, ist das Display zu sehen und darauf die aktivierte Displaysperre - Bella hat ja gar nicht gewählt ...

 

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