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xXx - Triple X

Agenten-Actionthriller von den Machern von "The Fast and the Furious" über einen im Extremsport geprüften Superspion.


xXx - Triple X

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Erhältlich seit:
03.04.2003

Originaltitel: xXx

Action/ Thriller

USA 2002
Laufzeit: 119 Min.
FSK: ab 12

Vin Diesel
Samuel L. Jackson
Asia Argento

Regie: Rob Cohen
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Naturereignis Vin Diesel bringt Hollywoods Agentenbild auf den neuesten Stand und nimmt eine Anarchistenbande aus dem ehemaligen Ostblock ins Visier.

Vin Diesel ist Amerikas actiongeladene Antwort auf James Bond (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Vin Diesel ist Amerikas actiongeladene Antwort auf James Bond (Foto: Columbia TriStar)

Zum Auftakt legen sie erst mal James Bond um. Nicht den richtigen natürlich, aber einen, der von Beruf Geheimagent ist und ein paar technische Gimmicks auf Lager hat. Gegen 2000 pogende Punks und Rammstein auf der Bühne nützt das aber auch nichts.

Der Gast aus den Vereinigten Staaten fällt unter den Prager Tanzfreunden auf wie ein phosphorgelbes Trikot in der Schalkekurve und wird schneller erschossen, als einer "Neue Weltordnung" sagen kann. Nun ist guter Rat teuer im CIA-Hauptquartier. Ein neuer Mann muss her. Und zwar einer, der unter Technomiezen und Mad-Max-Statisten möglichst gar nicht weiter auffällt.

Im Angesicht einer munter rollenden Agentenfilmwelle fragen sich Genrefreunde schon seit längerem, wieso Hollywood nicht endlich das Geheimagentenbild vergangener Tage auf den neuesten Stand bringt.

Jelena bringt Abwechslung in den Club der groben Kerle (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Jelena bringt Abwechslung in den Club der groben Kerle (Foto: Columbia TriStar)

James Bond der Gegenwart

Gut, einer wie James Bond zieht immer noch Massen in die Kinos. Im Prinzip aber ist Bond ein Relikt aus dem Kalten Krieg der frühen 60er Jahre und damit aus einer Zeit, die im Angesicht einstürzender Neubauten und schmutziger Bomben genau so passé ist wie Draculas wallender Umhang.

Die Gegenwart mit ihren neuen Problemen verlangt nach ebensolchen Helden, und Hollywood gibt uns Xander Cage alias Triple X. Der Retter der Welt ist gar kein Agent, sondern ein Anarchist, genau wie die Leute, die er jagen soll. Als Extremsportler zählt Xander zu den Popstars seiner Zunft und führt seine neuesten, zumeist illegalen Stunts in der Internetshow "The Xander Zone" dem Fanvolk weltweit vor. Nun hat er sich von der Polizei erwischen lassen.

Seinen Humor kann Triple X, wie man den frisch gebackenen Rekruten dank seiner drei in den Nacken tätowierten Buchstaben nennt, bei der nun folgenden Ausbildung noch gut gebrauchen.

Kann Xander Cage Yorgis Anarchistentruppe stoppen? (Foto: Columbia TriStar) Großansicht

Kann Xander Cage Yorgis Anarchistentruppe stoppen? (Foto: Columbia TriStar)

Wer ist der Maulwurf?

Nach vollbrachter Qualifikation und Ausstattung mit allerhand praktischem Werkzeug geht's in den Einsatz hinter den ehemaligen Eisernen Vorhang, wo die Regierungen mittlerweile freundlich sind, die alten, auf US-Hass gedrillten Militärkader aber immer noch herumlaufen und Frust schieben.

Elitekrieger Yorgi hat dort mit ein paar Kameraden den Club "Anarchy 99" gegründet und plant die Welt, wie wir sie kennen, mit Terroranschlägen aus den Angeln zu heben. Xander soll sich einschleichen und herausfinden, was der Bösewicht als Nächstes plant.

Da sowohl Yorgi als auch sein Gefolge Fans von Xanders Show sind, stehen die Chancen gar nicht schlecht. Doch gegen einen Maulwurf in den eigenen Reihen ist auch der coolste Draufgänger nicht gefeit.

xXx - Triple X

Der berühmteste Action-Held der Welt kommt aus England. Dieser Giftpfeil im Selbstverständnis der USA soll nun entfernt werden. Mit einer rebellischen Selbstzüchtung, einem Extremsportler mit Anti-Establishment-Attitüde, der für die Generation unter 30 eine Alternative zum Seniorenmodell Bond werden könnte. In der Ouvertüre zum geplanten Franchise zeigt Hollywoods neue Testosteronfestung Vin Diesel dem Martini-Mann im Brioni-Anzug, wie ein jüngeres Publikum heute gelockt werden kann: mit Helden, Bösewichten, Motiven, pyromanischen und akrobatischen Exzessen, die das Etikett over the top selbstbewusst und hitverdächtig zur Schau tragen.

Mit Regisseur Rob Cohen, Produzent Neal H. Moritz und Vin Diesel markiert "XXX" eine Reunion der Achse, die "The Fast and the Furious" mit blitzendem Oberflächenlack zum Welthit machte. Dass 50 Millionen Dollar, ein im Vergleich zu Bond bescheidenes Budget, nur in Spurenelementen ins Drehbuch investiert wurden, wird niemanden ernsthaft stören, der hier Non-Stop-Action und Comic-Fun erwartet. Nach kurzem Prolog in Prag, der eine Gruppe russischer Anarchisten als seelenlose Killer überforderter US-Geheimagenten und die Metalgurus Rammstein bei ihrem Auftritt mit "Feuer frei - Bang, Bang" als Mottoproduzenten des Films enthüllt, stellt sich Xander Cage (Diesel) mit einer seiner Extremdemos vor. Er entwendet die Corvette eines reaktionären Senators, katapultiert sie vor eigens montierten Kameras in eine Schlucht und sich selbst als Basejumper in die Herzen seiner Rebellenfans. Kurz darauf kassiert NSA-Agent Gibbons (Samuel L. Jackson) den Draufgänger, um ihn als neue Wunderwaffe für seine Behörde zu gewinnen. In einer ausgedehnten, unfreiwilligen Eignungsprüfung als Gefangener kolumbianischer Drogenproduzenten zeigt sich Cage als unbeeindruckter Thrill-Junkie, der unter Kugelhagel auf dem Motorrad E.T. spielt, schwerelos über Wachtürme und Scheunen segelt, um dann bei Bodenkontakt seinem Kameraden das Leben zu retten. Die erste halbe Stunde etabliert den autoritätsresistenten Superhelden und den larger than life-Ton des Films, der sich und seine dünne Story in keiner Sekunde ernst nimmt. So bleibt man unterhaltener, aber distanzierter Beobachter, wenn Cage nach bestandenem Härtetest unter Zwang schließlich nach Prag geht. Die osteuropäische Metropole ist musikalische Zuflucht für das Harry Lime-Thema und Klänge von Mozart bis Moby, sowie politisches Refugium für die Anarchistengruppe von Yorgi (Marton Csokas), der mit biologischen Kampfstoffen den Untergang der alten und den Aufbau einer neuen Weltordnung erzwingen will. Während sich Cage undercover in das Vertrauen des Psychopathen und in das Herz seiner giftigen Begleiterin (Asia Argento) stiehlt, baut Yorgi in seiner Festung der Einsamkeit hoch in den Bergen, die in der geographischen Fantasiewelt des Films irgendwie auch in Sichtweite von Prag liegt, die Superwaffe, die am Ende Kurs auf Weltzerstörung nimmt. Das undurchsichtige Teufelsweib, der nebulös motivierte Superschurke, die technischen Gadgets, die Diesel von einem jungen Superhirn ausgehändigt werden, die mitunter durchaus witzigen Einzeiler, die musikalischen Zitate bei John Barry und natürlich die Stunts, unter denen Diesels Snowboard-Race mit einer Lawine den absurd-komischen Höhepunkt setzt - all das gehört zum Entertainmentfundus von Bond, aus dem sich "XXX" ohne Scheu bedient. "Willkommen in der Xander-Zone" liefert Cohens Männerspielzeug im XXL-Format den Marketing-Slogan gleich mit. Geht es nach den Erfahrungen der letzten Jahre, sollte das Publikum dieser Einladung mit großem Zuspruch auch folgen - wenn auch wohl nicht in Bond-Quantitäten. kob.

Darsteller:  Vin Diesel   als Xander Cage
  Samuel L. Jackson   als Agent Augustus Gibbons
  Asia Argento   als Yelena
  Marton Csokas   als Yorgi
  Danny Trejo   als El Jefe
  Michael Roof   als Toby Lee Shavers
  Tom Everett   als Senator Dick Hotchkiss
  Richy Müller   als Milan Sova
  Werner Dähn   als Kirill
  Eve   als JJ
  Leila Arcieri   als Jordan King
  William Hope   als Agent Roger Donnan
  Tony Hawk   als Tony Hawk
  Mat Hoffman   als Mat Hoffman
  Mike Vallely   als Mike Vallely
  Rob Wells   als Xanders Freund
  Rick Thorne   als Rick Thorne
  Rammstein   als Rammstein
  Orbital   als Orbital
 
Regie:  Rob Cohen  
Buch:  Rich Wilkes  
Musik:  Randy Edelman  
Kamera:  Dean Semler  
Produzent:  Neal H. Moritz  

xXx kommt auf Touren

Ohne Diesel geht's nicht voran: Erst holte er "The Fast & The Furious" aus dem Besuchertief, nun soll er das eingeschlafene "xXx" zum erfolgreichen Triple führen ...

Polierte Platte und ganz lässige Action: Vin Diesel ist wieder als "xXx" im Einsatz (Foto: Sony Pictures) Großansicht

Polierte Platte und ganz lässige Action: Vin Diesel ist wieder als "xXx" im Einsatz (Foto: Sony Pictures)

Das xXx - Triple X-Team macht sich bereit für The next Level des Action-Franchise. Vin Diesel, der bereits kürzlich das The Fast & THe Furious-Franchise durch seinen Auftritt im vierten Film wieder auf Kurs brachte, soll im dritten Spielfilm um den Extremsportler und Rebell Xander Cage im Auftrag des Geheimdienstes wieder die Hauptrolle spielen. Der Kameramann von "The Fast and the Furious" und Regisseur von Unbesiegbar - Der Traum seines Lebens, Ericson Core, soll Regie führen bei "xXx - The Return of Xander Cage". "xXx - Triple X" mit Diesel in der Hauptrolle hatte 2002 noch 2,2 Mio. Zuschauer in die deutschen Kinos gelockt, der Nachfolger mit Ice Cube, "xXx 2 - The Next Level ", drei Jahre später nur noch knapp eine halbe Mio.

Zu Beginn des zweiten Teiles wurde Diesels Figur Xander Cage vom Einsatzleiter Samuel L. Jackson für tot erklärt. Man darf gespannt sein, wie der lässige Extremsportler wieder ins Leben zurückgeholt wird. Für Hollywood sicher kein Problem ...

 

xXx - Triple X in der Fotoshow

 

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