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Yes

Liebesgeschichte zwischen einer verheirateten amerikanischen Wissenschaftlerin und einem libanesischen Koch.


Yes

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Erhältlich seit:
23.06.2006

Drama

Großbritannien 2004
FSK: ab 12

Shirley Henderson
Joan Allen
Sam Neill

Regie: Sally Potter
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Liebesgeschichte zwischen einer verheirateten amerikanischen Wissenschaftlerin und einem libanesischen Koch.

Ein ungleiches Paar findet die Liebe (Foto: Alamode) Großansicht

Ein ungleiches Paar findet die Liebe (Foto: Alamode)

"Sie" (Joan Allen) ist eine unglücklich verheiratete, amerikanische Wissenschaftlerin, die von ihrem Mann (Sam Neill), einem bekannten Politiker, betrogen wird. "Er" (Simon Abkarian) war in seiner Heimat Arzt, musste jedoch Beirut wegen des Bürgerkriegs verlassen und arbeitet jetzt in London als Koch. Auf einer Veranstaltung verlieben sich die beiden unterschiedlichen Menschen auf den ersten Blick ineinander.

Ihre Beziehung wird rasch von den politischen und kulturellen Konflikten ihrer Heimatländer überschattet. Das Paar geht schließlich getrennte Wege, er nach Beirut, sie nach Belfast. Doch dann treffen beide in Havanna wieder aufeinander.

Die Putzfrau ist dem Sinn des Lebens auf der Spur (Foto: Alamode) Großansicht

Die Putzfrau ist dem Sinn des Lebens auf der Spur (Foto: Alamode)

Reine Poesie

Sally Potters Film ist natürlich keine konventionelle Liebesgeschichte, sondern eine in Versform erzählte Auseinandersetzung mit der Zeit nach dem 11. September 2001. "Yes" ist ein mutiges Drama für ein mutiges Publikum, bei dem der Zuschauer für die erforderliche Konzentration mit den Leistungen großartiger Schauspieler wie Joan Allen, Sam Neill und Shirley Henderson als philosophierende Putzfrau und Erzählerin des Dramas belohnt wird.

Yes

Bei ihrem in Versform erzählten Drama "Yes" verzichtet Sally Potter erneut auf gängige filmische Konventionen und belegt gleichzeitig, dass sich Kunst und Kino durchaus intelligent-unterhaltsam in Einklang bringen lassen.

Die einzige Konstante im Oeuvre der britischen Filmemacherin ist die, dass es keine gibt und sie in keine Schublade passt. Als schwülstiges Schaustück verfilmte Potter Virginia Woolfs "Orlando", nur um dann eine formal streng durchkomponierte "Tango Lesson" zu geben. Ihrem opulenten Historien-Epos "The Man Who Cried" folgt nun die (nur) auf den ersten Blick klassische Liebesgeschichte "Yes". Sie erzählt von einer wohlsituierten Politikergattin, ihres Zeichens kühl kalkulierende Wissenschaftlerin, die auf einem Bankett einen neuen Mann kennen lernt. Einen wortgewandten, hoch emotionalen Koch, der eigentlich Arzt ist und den es aus seiner Heimatstadt Beirut nach London verschlagen hat. Das Feuer der ersten Liebe weicht der Ernüchterung ob ihrer kulturellen und politischen Differenzen, ihren verschiedenen Wurzeln und ihrem unterschiedlichen Blick auf die Welt.

Der "Aha-Effekt", das "Kenn' ich schon" will, kann sich erst gar nicht einstellen, kommunizieren die Figuren doch primär mittels jambischer Blankverse. Eine Distanz wird geschaffen. Etabliert schon bei der ersten Annäherung des Paares, von der man wie ein Voyeur mittels Bilder einer Überwachungskamera erfährt. Brecht lässt grüßen, während der Blick von Außen auf die Allgemeingültigkeit der Story verweist. Ein poetisch-philosophisches Lehrstück im Zeichen von 9/11, eine griechische Tragödie. Am Individuellen macht Potter das Allgemeingültige fest. Das Private ist politisch, das Politische privat. In einer globalisierten Welt gibt es keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Jeder trägt Verantwortung, muss sich stellen, Stellung beziehen. Das machen die groß aufspielenden Schauspieler, allen voran Joan Allen, sichtbar, ja geradezu spürbar. Und: Es gibt durchaus noch Hoffnung, treffen sich die Liebenden nach ihren Irrfahrten doch in Havanna, auf Kuba wieder. Wo sich zum Nachdenken das Träumen gesellt... geh.

Yes

"Yes" erzählt die leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen einer irisch-amerikanischen Wissenschaftlerin (Joan Allen) und einem libanesischen Chirurgen (Simon Abkarian), der im Exil in London lebt. Sam Neill spielt den betrogenen Ehemann, einen Politiker, der auch seinerseits seine Ehefrau betrügt. Shirley Henderson mimt die Putzfrau, die sehr philosophisch alles verfolgt, was das Paar hinterlässt, Staub, Schmutz, Spuren. "Yes" nimmt den Zuschauer mit auf eine überaus poetische Reise durch verschiedene Weltanschauungen, Kulturen und Länder, die von London und Belfast über Beirut und schließlich nach Havanna führt.

Quelle: AL!VE

- Trailer - "Finding Scene 54" Featurette (29 min.) - "The End" Featurette (22 min.)

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Shirley Henderson   als Putzfrau
  Joan Allen   als Sie
  Sam Neill   als Anthony
  Simon Abkarian   als Er
  Wil Johnson   als Virgil
  Gary Lewis   als Billy
  Raymond Waring   als Whizzer
  Stephanie Leonidas   als Grace
  Samantha Bond   als Kate
  Sheila Hancock   als Tante
 
Regie:  Sally Potter  
Buch:  Sally Potter  
Musik:  Sally Potter  
Kamera:  Alexei Rodionow  
Produzent:  Christopher Sheppard  
  Andrew Fierberg  
 

Yes in der Fotoshow

 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Joan Allen

Ihre Ehefrauen, die betrogen, ausgenutzt, verführt und belogen werden, die frustrierte Seelen, verhärmte Psychen und verkümmerte Körper tragen,...

 

Star

Sam Neill

Unter der Maske der Freundlichkeit und der verbindlichen Manieren lauert bei Sam Neill häufig die zwanghafte und Verantwortung nur vorschiebende...