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Kaufvideo
Erhältlich seit:
03.04.2009
Dokumentarfilm/ Musik
USA 2007
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 6
Regie: Stephen Walker
Senator Home Entertainment

Die unbefangene Doku über ein kurioses Thema - ein Rentnerchor interpretiert mitreißend Rock- und Punksongs - nähert sich mit viel Herz dem Dilemma von Alter und Tod, feiert dabei aber unwiderstehlich das Leben.
Rockende Rentner, Punk mit künstlichem Hüftgelenk, ein amüsiertes, enthusiastisches Publikum - so reißerisch beginnt die Doku von Stephen Walker, dessen partizipierender Off-Kommentar den Zuseher immer auf der Höhe des Geschehens hält. Doch seine Respektlosigkeiten sind wohldosiert und massenverträglich, er albert mit den Mitgliedern des Chors herum, statt über sie. Das bedingt nonchalante Lockerungsübungen für das Zwerchfell und zollt den Leistungen der Menschen zwischen 75 und 93 auch gehörig Respekt. Die gute Laune der Herren und Damen jenseits der 60 - das Aufnahmekriterium des 1982 gegründeten Chors - überträgt sich fugenlos auf den Zuschauer. Unter der Leitung von Bob Cilman beginnen sie im amerikanischen Northhampton mit den durchaus chaotischen Proben für einen Gig in sieben Wochen, was das zeitliche Gerüst bildet. Zwar favorisieren die Sänger privat eindeutig Klassik, haben sich aber die Interpretation moderner Rock- Soul- und gar Punk-Hits auf die Fahnen geschrieben.
Das ergibt einen lebhaften Konzertfilm, der über weite Strecken wie eine warmherzige Komödie funktioniert, was zwar bedeutet, dass er sehr inszeniert ist, aber sein Sujet immer angemessen und auf Augenhöhe behandelt. Die meisten Mitglieder haben eine ellenlange Krankheitsgeschichte hinter sich, manche sind Weltkriegsveteranen - und reißen ganz selbstironisch Witze über die eigene Gebrechlichkeit. Doch langsam aber sicher schleicht sich ein melancholischer Zug ein, Intensivstation und Lebensende sind allgegenwärtig. Dieser geistig fitte Rentnertrupp lehrt auf sanfte Weise den selbstverständlichen Umgang mit altersbedingten Krankheiten und dem unausweichlichen Tod. Als kurz vor dem Auftritt zwei Mitglieder sterben und die Stimmung gedrückt ist, zeigt sich Walkers Fingerspitzengefühl, sich in emotionale Zustände einzufühlen. Songtexte und eigens produzierte Musikvideos wie "I Wanna Be Sedated" von den Ramones, "Stayin' Alive" von den Bee Gees oder "Road To Nowhere" von den Talking Heads werden zu metaphernreichen Kommentaren zur Gemütslage im hohen Alter. Doch wer ein echter Entertainer ist, lebt und stirbt für die Bühne, inkontinent oder nicht, denn - und selten war dieses Motto so philanthropisch - the show must go on. Schon aus Respekt für die verstorbenen Sänger, die einem ans Herz gewachsen sind. tk.
Young@Heart ist ein einzigartiger und ungewöhnlicher Chor von 75-92-jährigen: Einige der Chorsänger haben beide Weltkriege erlebt und nun bringen sie mit modernen Punk-, Soul- und Rocksongs von The Clash über James Brown bis Nirvana weltweit die Säle zum Kochen und die Herzen zum Schmelzen. Regisseur Stephen Walker zeichnet ein hinreißendes Porträt der weißhaarigen Damen und Herren aus Massachusetts. Er begleitet sie während der Proben für ihr neues Programm, bei ihrem bewegenden Auftritt in einem Männergefängnis unmittelbar nach dem Tod zweier Chormitglieder und schließlich beim großen mitreißenden Auftritt vor Tausenden von Zuschauern.
Quelle: Senator
Interview mit Stephen Walker
Deleted Scenes
Featurette
Quelle: Senator
Young@Heart (OmU) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:1,78/16:9
Extras: Booklet, Trailer
Interview mit Stephen Walker
Deleted Scenes
Featurette
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