
Rund zehn Jahre nach "Jumanji" macht sich Jon Favreau an eine Art Fortsetzung des Romans von Chris Van Allsburg, von dem auch "Der Polarexpress" stammt, und präsentiert harmlos-spannendes Weltraum-Abenteuer-Kino für Kids.
Eigentlich musste Favreau, dank "Buddy - Der Weihnachtself" versiert in Sachen Family Entertainment, ja "nur" den bekannten Plot um jenes ominöse Brettspiel, das sich plötzlich verselbstständigt, variieren. Aber er hatte keine namhaften Akteure wie Robin Williams zur Verfügung, dafür musste er in tricktechnischer Hinsicht wesentlich mehr bieten. Zunächst kommt Favreau jedoch gänzlich ohne Effekte aus, etabliert erst einmal eine nette All American Family: den gestressten Daddy (unterfordert: Tim Robbins), der seine genervte Teenie-Tochter damit beauftragt, auf ihre beiden Brüder, den zehnjährigen Walter und den sechsjährigen Danny aufzupassen. Die beiden finden jenes mysteriöse Spiel Zathura, fangen an, es zu spielen und landen plötzlich mitsamt Eigenheim in den unendlichen Weiten des Weltalls. Nach Begegnungen mit einem amoklaufenden Roboter, einem einsamen Astronauten und furchterregenden Aliens schaffen sie es schließlich, wieder heil auf der Erde zu landen.
Statt brüllenden Löwen und jähzornigen Nashörnern haben es die Helden diesmal also mit futuristischen Gegnern zu tun. Dabei wirkt das Design der Blechmaschinen wie der schleimigen Außerirdischen eher retromäßig, während sich die Tricks dank moderner Computertechnik absolut sehen lassen können. Trotz durchschaubarer Story kann ein gewisses Spannungsniveau gehalten werden, am meisten Pluspunkte landen die beiden jungen Hauptdarsteller Josh Hutcherson und Jonah Bobo, die sich den ganzen Film lang in den Haaren liegen. Dieser Bruder-Twist ist nicht nur wie aus dem richtigen Leben gegriffen, er sorgt auch immer wieder für Humor und die menschliche Komponente in diesem ansonsten eher technisch-sterilen Film. Fazit: sechs- bis zwölfjährige SciFi-Liebhaber werden sich auf dieses magische Spielchen gerne einlassen.lasso.