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Zatoichi - Der blinde Samurai

Japanisches Epos um einen Schwertkämpfer, der getarnt als blinder Masseur und Spieler ein Dorf von lästigen Gangstern befreit.


Zatoichi - Der blinde Samurai

Leihvideo

Erhältlich seit:
25.11.2004

Originaltitel: Zatoichi

Action

Japan 2003
Laufzeit: 111 Min.
FSK: ab 16

Takeshi Kitano
Tadanobu Asano
Michiyo Ookusu

Regie: Takeshi Kitano
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Japans Kultfilmer Takeshi Kitano erlaubt sich einen Samurai-Spaß um eine Schwertkampf-Legende.

Zatoichi ist mit dem Schwert nicht zu schlagen (Foto: Concorde) Großansicht

Zatoichi ist mit dem Schwert nicht zu schlagen (Foto: Concorde)

Offiziell verdient sich der blinde Zatoichi (Takeshi Kitano) sein Geld als Spieler und Masseur. Hinter dieser Fassade verbirgt sich allerdings ein wahrer Meister des Schwertkampfes.

Eines Tages führt ihn sein Weg in eine Stadt, die seit geraumer Zeit von einer kriminellen Gang und mächtigen Samurai beherrscht wird.

Hier stehen Zatoichi zwei schöne Geishas zur Seite, die sich an den Mördern ihrer Eltern rächen wollen. Also tut man sich zusammen und steht den Bewohnern der belagerten Stadt schwerterschwingend zur Seite.

Der japanische Tausendsassa Takeshi Kitano verfilmte keinen originären Stoff, sondern machte sich die bei Easternfans verehrte Genrefilmreihe "Zatoichi" aus den sechziger bis achtziger Jahren zu eigen.

Das bisschen Regen kann den blinden Kämpfer nicht irritieren (Foto: Concorde) Großansicht

Das bisschen Regen kann den blinden Kämpfer nicht irritieren (Foto: Concorde)

All-Stars aus Asien

Sein unglaublich unterhaltsamer und exzellent inszenierter Schwertkämpferfilm mixt Eastern- und Western-Versatzstücke mit dem berühmt-bizarren Takeshi-Touch.

Tadanobu Asano, der für den Controcorrente-Beitrag "Last Life in the Universe" als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, mimt den ebenbürtigen Gegenspieler von Kitanos Zatoichi.

Zatoichi - Der blinde Samurai

Der japanische Tausendsassa Takeshi Kitano verfilmte keinen originären Stoff, sondern bemächtigte sich der bei Easternfans verehrten Genrefilmreihe Zatoichi aus den sechziger bis späten achtziger Jahren - und macht sie sich zu eigen: So ist der unglaublich unterhaltsame Schwertkämpferfilm, der Eastern- und Western-Versatzstücke vereint, zwar sein bisher kommerziellstes Projekt, aber mit dem bezeichnend-bizarren Takeshi-Touch versehen. In Venedig von Publikum und Presse gleichermaßen geliebt, erhielt Takeshi Kitano den Silbernen Löwen für die beste Regie.

Mit dem doppelten Budget eines üblichen Kitano-Filmes ausgestattet, so Produzent Masayuki Mori - schließlich ist "Zatoichi" als Schwertkämpferepos zu aller erst ein Period Piece - prunkt es mit Schauwerten in den Kostümen. Die stammen von der Tochter des im Genre mit "Die sieben Samurai" und "Yoyimbo - Der Leibwächter" Maßstäbe setzenden Akira Kurosawa, Kazuko, wie Regisseur und Produzent stolz betonen, nicht ohne verschmitzt zu erwähnen, dass sie nicht immer einverstanden war, wie Takeshi Kitano mit dem Genre umsprang.

Auch wenn "Zatoichi" erklärtermaßen eine Verbeugung vor den Filmen des Meisters ist, sprang Kitano sehr spielerisch und musikalisch mit dem Genre um. Als running gag rennt etwa ein halbnackter junger Mann mit Speer und Kriegsgeheul durchs Bild. Auch sonst wird mit Slapstick und visuellen Gags nicht gespart. Genauso wenig spart Takeshi Kitano, der selbst in die Titelrolle des blinden Schwertmeisters, Masseurs und Spielers schlüpft, der ein Dorf und im speziellen eine lustige Witwe von lästigen Gangstern befreit, nicht mit Blut. Digital eingearbeitet spritzt es literweise künstlich-künstlerisch in den eleganten, furiosen und schnell geschnittenen Kampfszenen. Auf den Punkt hin choreographiert sind auch die herrlichen Musikszenen, die die für einen Kitanofilm ungewöhnlich konventionelle Struktur auflockern. Am Anfang und nach der Mitte setzt er rhythmisierte Arbeit in einem Feld zur Musik von Japan-Rocker Keiichi Suzuki (erstmals nicht von Kitanos Leibkomponist Joe Hisaishi) in Szene, um nach dem Sieg über den allerletzten unter Tarnung lebenden Gangsterboss in einem waschechten, westlich getanzten Bühnenfinale (choreographiert von The Stripes) einen krönenden Abschluss und sein Happy End zu finden.

Die Story mag nicht die Tiefe und Vielschichtigkeit eines "Hana-bi" oder "Sonatine" erreichen - dazu ist sie zu sehr Genre- als persönliche Geschichte - doch strotzt sie vor originellen Einfällen und Überraschungen, (Zatoichi ist gar nicht blind und hat blaue Augen) und mixt und variiert Eastern- und Western-Elemente, dass es eine Freude und Augenweide ist. Dabei vergisst der prominenteste lebende japanische Filmemacher nicht den gebührenden Ernst in der Geschichte zweier Rache suchender Geschwister, ein Junge und ein Mädchen, deren Familie einst vom Oberbösewicht abgeschlachtet wurde, und die sich als Geishas durchschlagen. Tadanobu Asano, der für den Controcorrente-Beitrag "Last Life in the Universe" als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, mimt den ebenbürtigen Gegenspieler von Kitanos Zatoichi.

Der Samuraispaß sollte in dem seit "Tiger & Dragon" für Eastern und Martial-Arts-Filme immer offeneren Markt auch außerhalb Asiens reüssieren und einen deutschen Verleih finden, der nicht nur die eingeschworene Fangemeinde im Visier hat. hai.

Darsteller:  Takeshi Kitano   als Zatoichi
  Tadanobu Asano   als Hattori, der Leibwächter
  Michiyo Ookusu   als Tante O-Ume
  Yui Natsukawa   als Hattoris Frau
  Taka Gatarukanaru   als Shinkichi
  Daigoro Tachibana   als O-Sei, die Geisha
  Yuko Daike   als O-Kinu, die Geisha
  Ittoku Kishibe   als Ginzo
  Saburou Ishikura   als Ogi
  Akira Emoto   als Kneipenbesitzer
 
Regie:  Takeshi Kitano  
Buch:  Takeshi Kitano  
Musik:  Keiichi Suzuki  
Kamera:  Katsumi Yanagishima  
Produzent:  Masayuki Mori  
  Tsunehisa Saito  
 

Zatoichi - Der blinde Samurai in der Fotoshow

 

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Takeshi Kitano

In Japan ist er ungeheuer populär und vielbeschäftigt. Der Regisseur, Autor, Kolumnist, Poet, Stand-Up-Comedian, Entertainer, Maler und...