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Zeiten ändern dich

Aufwendige Verfilmung des Lebens und der Karriere von Skandal-Rapper Bushido.


Zeiten ändern dich

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.07.2010

Drama/ Biographie

Deutschland 2010
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12

Bushido
Moritz Bleibtreu
Karoline Schuch

Regie: Uli Edel
Highlight Communications (Deutschland)

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Zeiten ändern dich

Anis Mohamed Ferchichi schaffte das, wovon viele Jugendliche träumen: Von ganz unten kommend, stürmte der einstige Schulabbrecher und Drogendealer aus zerrütteten Familienverhältnissen mit seinem provokanten Sprechgesang die deutschen Charts. Als Bushido verkaufte er über 1,5 Millionen Tonträger, wurde mit zahlreichen Auszeichnungen beehrt und besitzt mittlerweile eine eigene Plattenfirma. Zudem ist er Identifikationsfigur vieler junger Menschen. Doch immer wieder muss er sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen.

Produzent Bernd Eichinger war fasziniert von dem außergewöhnlichen Lebensweg des Musikers Bushido und beschloss, zusammen mit Regisseur Uli Edel nach gemeinsamen Erfolgsprojekten wie "Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" oder "Der Baader-Meinhof-Komplex" einen Film zu machen "...wie Bushidos Musik: authentisch, provokant und radikal." Bushido spielt sich dabei selbst und hat auch die Filmmusik geschrieben. In weiteren Rollen sind Katja Flint ("Die weiße Massai") und Uwe Ochsenknecht ("Die wilden Kerle" 1-3) zu sehen.

Zeiten ändern dich

Uli Edels Biopic über Bushido ist eine Star-gespickte Success Story, die sich recht schnell als One-Man-Show des ebenso erfolgreichen wie umstrittenen deutschen Rappers entpuppt.

Er hatte keine alkoholkranke Mutter wie Eminem, wurde nicht von neun Pistolenkugeln durchbohrt wie 50 Cent und er wurde auch nicht auf dem Höhepunkt seines Ruhms erschossen wie The Notorious B.I.G. Trotzdem hat auch Bushido, mit zehn Goldenen und zwei Platin-Schallplatten der erfolgreichste deutsche Rapper, eine bewegte Vergangenheit, die verfilmt werden möchte. Das dachten sich auch Erfolgsproduzent Bernd Eichinger zusammen mit Regisseur Uli Edel, die zuletzt gemeinsam "Der Baader Meinhof Komplex" realisierten. Als Basis für "Zeiten ändern dich" diente Bushidos Biografie. Erzählt wird die Geschichte des jungen Anis (Elyas M. Barek), Sohn eines tunesisches Vaters, der von seiner deutschen Mutter (Mina Tander, später Hannelore Elsner) allein groß gezogen wird. Zwei Mal fliegt er von der Schule und schließlich gerät er wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz auch noch mit der Polizei in Konflikt. Doch dann ändern sich die Zeiten. Anis entdeckt den Rap für sich, wird zu Bushido, gründet 2004 sein eigenes Label "ersguterjunge" und legt eine der steilsten deutschen Musiker-Karrieren des neuen Millenniums hin.

Wenn der Film beginnt, dann ist der Musiker bereits auf dem Zenit seiner Karriere und steckt gerade 29-jährig mitten in den Vorbereitungen zu einem gigantischen Open-Air-Konzert am Brandenburger Tor. In Rückblicken wird nun sein Leben aufgerollt, wobei Bushido selbst die Rolle des Off-Erzählers einnimmt. Dabei wird schnell deutlich, dass das Talent des begnadeten Rappers sowohl als Sprecher als auch als Schauspieler limitiert ist. Gerade in den dramatischeren Sequenzen wirkt er steif und hölzern. Statements wie "Ich hatte die beste Mutter der Welt" (als sie ihm Geld für Drogengeschäfte leiht) oder "Für mich brach eine Welt zusammen" (als seine Freundin ihn verlässt) verfehlen ihre eindrückliche Wirkung, während sich der inflationäre Gebrauch der Worte "Respekt" und "Ficken" in etwa die Waage halten.

Der Plot, der zumeist um Drogen, Graffiti und Sex mit Freundin Selina (Karolina Schuch) kreist, erhält Spannung, als der gewalttätige Vater als Wurzel allen Übels ausgemacht wird. Am Ende kommt es in einer bizarren Szene am Brandenburger Tor, während Karel Gott seinen "Biene Maja"-Titelsong trällert, zur Aussöhnung zwischen Vater und geläutertem Sohn. Dann erst greift Bushido selbst ins Konzertgeschehen ein, performt mit Gott im Duett und man fragt sich, warum er in diesem Film nicht öfter seine Stärken als Musiker ausgespielt hat. Herausragend auch die tolle Besetzung, darunter Moritz Bleibtreu als Bushidos Berater Arafat, Uwe Ochsenknecht und Katja Flint als stinkreich-schnöselige Eltern von Selina sowie Rapper-Kumpel wie Fler, Kay One oder Nyze. Sie alle aber machen keinen Hehl daraus, dass diese Bühne eindeutig dem mehrfachen Echo- und MTV Europe Music Award-Preisträger, der selbstverständlich auch den Soundtrack beigesteuert hat, gehört. lasso.

Darsteller:  Bushido   als Bushido
  Moritz Bleibtreu   als Arafat
  Karoline Schuch   als Selina
  Elyas M'Barek   als Bushido, jung
  Hannelore Elsner   als Bushidos Mutter
  Katja Flint   als Selinas Mutter
  Uwe Ochsenknecht   als Selinas Vater
  Adolfo Assor   als Bushidos Vater
  Gregor Bloéb   als Mike
  Fler   als Fler
  Kay One   als Kay One
  Nyze   als Nyze
  Mina Tander   als Bushidos Mutter, jung
  Aenne Schwarz   als Katrin
  Nicholas Bodeux   als Katrins Vater
  Hedi Kriegeskotte   als Untersuchungsrichterin
  Michael Schenk   als Jugendrichter
  Anna Böttcher   als Sachbearbeiterin
  Martin Semmelrogge   als Tätowierer
  Wulf-Pete Fröhlich   als Musikproduzent
  Oktay Özdemir   als Zero
  Hakan Orbeyi   als Hussein
  Mehdi Nebbou   als Bushidos Vater, jung
  Murat Yilmaz   als Bushidos Stiefvater
  Ozan Aksu   als Bushidos Bruder
  Emilio Moutaoukkil   als Bushido, 12 Jahre
  Ilyes Moutaoukkil   als Bushido, 4 Jahre
  Michel Keller   als Butler
  Theresa Schwierske   als Irene
  Demir Gökol   als älterer Araber
  Karel Gott  
 
Regie:  Uli Edel  
Buch:  Bernd Eichinger  
Kamera:  Rainer Klausmann  
Produzent:  Bernd Eichinger  
  Christian Becker  
 

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