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Zerrissene Umarmungen

Hinreißend verschachteltes Melo mit Noir-Touch über eine tragische Ménage à quatre im Filmemachermilieu.


Zerrissene Umarmungen

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.01.2010

Originaltitel: Los abrazos rotos

Drama

Spanien 2009
Laufzeit: 122 Min.
FSK: ab 12

Penélope Cruz
Lluís Homar
Blanca Portillo

Regie: Pedro Almodóvar
Universum Film

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Zerrissene Umarmungen

Harry Caine ist ein erblindeter Drehbuchautor, der zuvor unter seinem echten Namen Mateo Blanco Filme gedreht hat. Nach dem Tod seines einstigen Produzenten Martel nimmt dessen Sohn Ray X Kontakt mit Harry auf und will ein Drehbuch von ihm, das das Andenken des verabscheuten Vaters in den Schmutz ziehen soll. Caine erinnert sich zurück an das Jahr, als er eine Affäre mit seiner Hauptdarstellerin Lena begann. Der Beginn einer komplizierten Tragödie, denn Lena war mit Martel liiert. Und der ist blind vor Eifersucht.

Nach dem regelrecht zärtlichen "Volver" arbeitet Pedro Almodovar wieder mit seiner mittlerweile oscarprämierten Muse Penelope Cruz zusammen, allerdings an einem Film, der sich wieder stark dem Melodram und Film noir verpflichtet fühlt und stärker vom Stilwillen des Regisseurs als seiner großen Menschlichkeit geprägt ist. Das Kino von Hathaway, Ray und Minnelli sowie Rossellini und Sirk wird mit viel Hingabe zitiert in diesem verschachtelten romantischen Thriller voller Wendungen, der vor allem eine Liebeserklärung an das Kino ist.

Zerrissene Umarmungen

Nach dem Erfolg von "Volver" steht Muse Penelope Cruz in einem gefühlvoll inszenierten Melodram erneut vor der Kamera ihres Meisters Pedro Almodóvar.

Wenn es um Emotionen geht, schöpft Pedro Almodóvar aus dem Vollen, vor allem, wenn seine Protagonisten Himmel und Hölle durchleben. Nach dem Verlust seines Augenlichts bei einem Autounfall nennt sich Mateo Blanco nun Harry Caine. Ein neuer Name, ein neues Leben? Der blinde Schriftsteller und frühere Filmregisseur wird von den Ereignissen der Vergangenheit eingeholt, als der Finanzmogul Ernesto Martel stirbt, Produzent seines Films "Frauen und Koffer". Als dann noch dessen Sohn auftaucht und ihn bittet, an einem Drehbuch mitzuarbeiten, um Vergeltung am Vater zu üben, führt eine Rückblende ins Jahr 1992, in dem Martel seine Sekretärin und Gelegenheits-Callgirl Lena zu seiner Geliebten und Lebensgefährtin macht. Zwei Jahre später begegnet Blanco der bildhübschen jungen Frau beim Casting, es funkt zwischen ihm und der Schönen, die seine Gefühle erwidert, aber leider dem Biest gehört. Der Eifersüchtige lässt den Fortgang der Dreharbeiten mit der Kamera dokumentieren und von einer Expertin die Lippen von Blanco und Lena lesen, erfährt dabei von ihrer Untreue und ihrem körperlichen Abscheu ihm gegenüber. Bei ihrem Versuch, den goldenen Käfig zu verlassen, rastet der Düpierte aus und als sein weibliches Besitzstück letztendlich doch in die Arme des Nebenbuhlers flieht, schmiedet er einen perfiden Plan, den Regisseur seines Erfolges zu berauben. Das Schicksal gipfelt in einem tragischen Autocrash, bei dem Lena ihr Leben und Blanco die Sehkraft verliert.

Die virtuos verschachtelte Handlung variiert die verschiedenen Zeitebenen mit überraschenden Twists und einem Labyrinth an kleinen Nebengeschichten, verknüpft kunstvoll Realität und Fiktion, schwankt zwischen Melodram, Komödie und Telenovela, zwischen einem Film über die Macht des Films und einem Film über die Macht der Liebe. Visuell folgt Almodóvar dem exzessiven Farbenrausch seiner früheren Werke, Penelope Cruz' Gesicht und Body ist Projektionsfläche männlichen Begehrens. Für den Filmbuff interessant sind die Referenzen auf Almodóvars eigenen Arbeiten wie (bei dem Film im Film "Frauen und Koffer") "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs", aber auch Referenzen auf Henry Hathaways "Kiss of Death" oder Roberto Rossellinis "Reise in Italien". Und wenn es in der letzten Szene, in der Blanco seinen vom Produzenten zerstörten Film rekonstruiert, heißt: "Filme muss man zu Ende machen, auch blindlings", berührt diese Liebeserklärung an die Siebente Kunst. mk.

Zerrissene Umarmungen

Liebe und Hass, Sehnsucht und Intrigen. Pedro Almodóvars Liebeserklärung an das Kino ist wieder einmal ein Hochgenuss für alle Filmfans. Mit einer gewohnt umwerfenden Oscar Preisträgerin Penélope Cruz
Schon beim Casting für seinen Film "Frauen und Koffer" verliebt sich der junge Regisseur Mateo Blanco leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena. Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit dem wesentlich älteren Finanztycoon Ernesto Martel liiert, der nicht nur den Film produziert, sondern auch jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt. Die Lage spitzt sich bei den Dreharbeiten immer weiter zu und gipfelt in einem tragischen Autounfall. 14 Jahre später führt Mateo, der seit dem Unfall blind ist, unter neuer Identität ein ruhiges Leben als Autor - bis ihn die Vergangenheit wieder einholt und die Ereignisse erneut eine dramatische Wendung nehmen...

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Penélope Cruz   als Lena Rivero
  Lluís Homar   als Mateo Blanco / Harry Caine
  Blanca Portillo   als Judit García
  Jose Luis Gomez   als Ernesto Martel
  Tamar Novas   als Diego
  Ángela Molina   als Lenas Mutter
  Chus Lampreave   als Concierge
  Kiti Manver   als Madame Mylene
  Lola Dueñas   als Lippenleserin
  Mariola Fuentes   als Edurne
  Carmen Machi   als Chon
  Kira Miró   als Model
  Rossy de Palma   als Julieta
  Alejo Sauras   als Alex
 
Regie:  Pedro Almodóvar  
Buch:  Pedro Almodóvar  
Musik:  Alberto Iglesias  
Kamera:  Rodrigo Prieto  
Produzent:  Esther Garcia  
 

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