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Ziemlich beste Freunde

Warmherzige Komödie um die Freundschaft zwischen einem Gelähmten und seinem neuen Pfleger, die aus verschiedenen sozialen Schichten stammen.


Ziemlich beste Freunde

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Erhältlich seit:
07.09.2012

Originaltitel: Intouchables

Komödie/ Drama

Frankreich 2011
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6

François Cluzet
Omar Sy
Anne Le Ny

Regie: Eric Toledano, ...
Senator Home Entertainment

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Filmbewertung


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Ziemlich beste Freunde

Der frisch aus dem Knast entlassene Driss bewirbt sich pro forma als Pfleger beim querschnittsgelähmten reichen Erbe Philippe, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Gegen jede Vernunft engagiert ihn der reiche Aristokrat, weil er spürt, dass dieser farbige Junge aus der Banlieue ihm nicht mit Mitleid begegnet. Bald düsen die beiden mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints, laden schon mal zu einer Orgie ein. Beide respektieren sich, und Philippe gewinnt neue Kraft für das, was ihm vom Leben bleibt.

Die Erfolgsgeschichte des Filmjahres - mit mittlerweile über 8 Mio. Besuchern in den deutschen Kinos: Von einer wahren Geschichte inspiriert, erzählt die Tragikomödie mit viel (Galgen-)Humor, aber auch mit Ernsthaftigkeit und ohne Larmoyanz, Pathos oder einen falschen Ton von einer Freundschaft, die zwei Menschen das Überleben ermöglicht. Auch eine soziale Metapher auf das alten in Privilegien verhaftete Frankreich und das neue und vitale, das in Zukunft auf junge Einwanderer baut.

Ziemlich beste Freunde

Furioser französischer Erfolgshit über die bewegende Freundschaft zwischen zwei total gegensätzlichen Männern und den Mut zum Leben.

Das hat es seit den Sch'tis nicht mehr gegeben: Fünf Mio. Zuschauer stürmten innerhalb von zwölf Tagen in Frankreich die Kinos, um diese herzergreifende Tragikomödie zu sehen, um zu lachen, zu weinen und das ganz große Kinogefühl zu spüren. Diese zwei Männer würden sich normalerweise nie begegnen, der eine ist weiß und reich, der andere schwarz und arm, der eine residiert im vornehmen Pariser Stadtpalais, der andere kommt aus der heruntergekommenen Banlieue, der eine hat viel verloren, der andere hat nichts zu verlieren. Und dennoch werden sie "ziemlich beste" Freunde.

Der arbeitslose Driss will nur einen Stempel für die Arbeitslosenunterstützung und bewirbt sich deshalb pro forma als Pfleger beim adeligen Philippe, der seit seinem Absturz beim Gleitschirmfliegen vom Hals ab gelähmt ist. Ausgerechnet das unverschämte Großmaul mag der Grandseigneur und bietet ihm den Rund-um-die-Uhr-Job an. Nicht gerade begeistert aber mangels Bleibe nimmt der gerade aus dem Knast Entlassene das Angebot nach einer Bedenkzeit an. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints und laden schon mal zwei Prostituierte nicht nur zur Ohrläppchenmassage ein. Dass der Rollstuhl hochgetunt wird, versteht sich von selbst.

Was sich wie ein unerträglich kitschiges Behindertenmärchen anhört, ist bei Olivier Nakache und Eric Toledano eine Reflexion darüber, was es heißt, nicht mehr die Kontrolle über den Körper zu haben und von der Hilfe Anderer abhängig zu sein, Anteilnahme fühlen und sich gegen Mitleid wehren zu müssen. Inspiriert vom Schicksal des Philippe Pozzo di Borgo, Ex-Chef der Champagnerfirma Pommery, und Abdel Sellou, einem jungen Mann aus der Vorstadt, erzählt das Regieduo mit viel (Galgen)Humor, aber auch mit Ernsthaftigkeit und ohne Larmoyanz, Pathos oder einen falschen Ton vom Zusammenprall der Klassen und von der immensen Kraft, das Leben zu nehmen, so wie es ist. Der feine François Cluzet und der forsche Omar Sy ergänzen sich, spielen souverän auf der Klaviatur der Emotionen. "Ziemlich beste Freunde" kann man auch als eine soziale Metapher verstehen, auf der einen Seite das alte in seinen Privilegien paralysierte Frankreich, auf der anderen ein neues Frankreich, dessen Vitalität und Zukunft auf jungen Bürgern mit Migrationshintergrund beruht. Die Weinsteins planen schon ein mögliches Remake des bereits in über 40 Länder verkauften Films.

mk.

Ziemlich beste Freunde

Philippe (FRANÇOIS CLUZET) führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt und sucht gerade einen neuen "Pfleger". Da taucht Driss (OMAR SY) auf - ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung abholen will. Auf den ersten Blick taugt das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch gar nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird...

Quelle: Senator

Audiokommentar mit den Regisseuren und den Hauptdarstellern, Kinotrailer, Audiodeskiption für Blinde und Sehbehinderte

Quelle: Senator

Darsteller:  François Cluzet   als Philippe
  Omar Sy   als Driss
  Anne Le Ny   als Yvonne
  Audrey Fleurot   als Magalie
  Clotilde Mollet   als Marcelle
  Alba Gaïa Kraghede Bellugi   als Elisa
  Cyril Mendy   als Adama
  Salimata Kamate   als Fatou
  Absa Dialou Toure   als Mina
  Christian Ameri   als Albert
  Grégoire Oestermann   als Antoine
  Marie-Laure Descoureaux   als Chantal
  Dominique Daguier   als Freund von Philippe
  François Caron   als Freund von Philippe
  Emilie Caen   als Galeristin
 
Regie:  Eric Toledano  
  Olivier Nakache  
Buch:  Eric Toledano  
  Olivier Nakache  
Musik:  Ludovico Einaudi  
Kamera:  Mathieu Vadepied  
Produzent:  Nicolas Duval-Adassovsky  
  Yann Zenou  
  Laurent Zeitoun  

"Mitleid ist falsch"

Olivier Nakache und Eric Toledano, ein eingespieltes Filmemacher-Duo hatten schon vor sieben Jahren die Idee, die Geschichte der "Ziemlich besten Freunde" zu realisieren.

Genuss statt Resignation: "Ziemlich beste Freunde" ist eine Komödie über eine tragische Wendung im Leben eines Gleitschirmpiloten (Foto: Senator) Großansicht

Genuss statt Resignation: "Ziemlich beste Freunde" ist eine Komödie über eine tragische Wendung im Leben eines Gleitschirmpiloten (Foto: Senator)

Was brachte Sie dazu, eine Komödie über ein doch sehr tragisches Thema zu machen?

ERIC TOLEDANO: Wir haben vor sieben Jahren einen Dokumentarfilm im Fernsehen über den nach einem Gleitschirmunfall querschnittsgelähmten Philippe Pozzo di Borgo und seinen jungen Helfer aus der Banlieue gesehen. Das hat uns elektrisiert, vor allem der Humor. Aber wir fühlten uns noch nicht reif genug, den Stoff zu realisieren, und sagten uns, warten wir noch ab und drehen noch einige Filme. Vor zwei Jahren wussten wir plötzlich, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, und nahmen Kontakt zu Philippe auf, fragten um Erlaubnis, sein Schicksal zu verfilmen.

Und wie war seine Reaktion?

OLIVIER NAKACHE: Vor unserem ersten Treffen hatte er sich unsere Filme angeschaut, wir durften seine Geschichte erzählen, aber als Komödie. Das war die Bedingung für "Ziemlich beste Freunde".

TOLEDANO: Dann ging es relativ schnell. Mit unseren ersten drei Filmen konnten wir schon Erfolge vorweisen, wenn auch in einer anderen Dimension als "Ziemlich beste Freunde". Die notwendigen Gelder zu erhalten, war kein Problem. Unsere Filme benötigen für französische Verhältnisse nur ein moderates Budget.

Die Weinstein Company plant ein Remake. Was halten Sie von der Idee?

NAKACHE: Im Moment machen wir uns noch keinen Kopf, stecken mitten in der Promotion, auch für den Start in USA. Einem Remake sind wir prinzipiell nicht abgeneigt, aber es läuft nicht so, dass wir für ein fettes Sümmchen sagen, macht, was ihr wollt. Wir möchten genau wissen, was passiert. Bei einer wahren Geschichte trägt man eine moralische Verantwortung. Auf jeden Fall wollen wir mit dem englischsprachigen Drehbuchautor zusammenarbeiten und nicht das Projekt einfach aus der Hand geben, sondern bis zum Ende begleiten.

Hätten Sie in Ihren kühnsten Träumen an über zwölf Mio. Zuschauer gedacht?

TOLEDANO: Eine wahnsinnige Überraschung, wir sind mehr als glücklich. Bevor der Film in Paris startete, haben wir Previews in der Provinz organisiert und gemerkt, der ist etwas ganz Spezielles. Die Leute lachten nicht nur, sondern wollten mit uns diskutieren, mehr erfahren. Wir haben ein Tabuthema angerührt und eine Debatte losgetreten. Die meisten Leute fühlen sich unsicher in der Begegnung mit einem behinderten Menschen und setzen auf die Mitleidsschiene. Und genau das ist falsch.

NAKACHE: Der Film erzählt auch von der Zerbrechlichkeit des Körpers. Heute muss immer alles perfekt sein, alles muss funktionieren. Wir essen gesund, lassen Schönheitschirurgen an uns herumschnippeln, kämpfen gegen das Altern und sprechen nicht über den Tod. Unsere Aufgabe als Regisseure sehen wir darin, Fragen zu stellen, dann beginnt die Analyse. Jeder kann seine persönliche Antwort finden - Soziologe, Psychologe oder Journalist.

Planen Sie schon ein neues - nach dem Erfolg - vielleicht größeres Projekt?

TOLEDANO: Nichts Konkretes. Der Erfolg wird nicht unsere Arbeitsweise ändern, wir machen Schauspielerfilme und möchten uns nicht durch ein zu hohes Budget unter Druck setzen lassen. Unser Bereich bleibt die realistische Komödie, wir wollen keine dummen Späße zum Schenkelklopfen servieren, sondern Inhalte liefern, die den Zuschauer trotz Amüsement gleichzeitig an die manchmal harte Wirklichkeit erinnern. Lachen als Therapie. Jeder hat Angst vor Behinderung, egal in welcher Form, und davor, nicht mehr funktionieren zu können und abhängig zu sein. Vielleicht können wir diese Angst ein wenig mildern.

 

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