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Zimmer 1408

Verfilmung einer Kurzgeschichte von Stephen King, in der ein Spezialist für übernatürliche Ereignisse an eigener Haut feststellen muss, dass die Gruselgeschichten über ein legendäres Hotelzimmer in New York allesamt wahr sind.


ohne Abbildung

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Erhältlich seit:
27.10.2008

Originaltitel: 1408

Horror

USA 2007
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 16

John Cusack
Samuel L. Jackson
Mary McCormack

Regie: Mikael Håfström
Senator Home Entertainment

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John Cusack checkt unter Mikael Hafströms ("Evil") Regie als abgeklärter Grusel-Autor in ein mörderisches Geisterzimmer ein und verliert darüber fast den Verstand. Gute Nacht!

Soll Mike das Geisterzimmer betreten? (Foto: Senator) Großansicht

Soll Mike das Geisterzimmer betreten? (Foto: Senator)

Nach Jahren voller blutigem Slasher-Horror à la "Saw" oder "Hostel" ist es höchste Zeit, dass die Kreissägen aus der Hand gelegt werden. Klassischer psychologischer Spukhaus-Thrill ist wieder angesagt wie einst bei Stanley Kubricks "Shining".

Autor dieses Gänsehaut-Evergreens war Stephen King, auf dessen Konto auch die Kurzgeschichte geht, der "Zimmer 1408" zugrunde liegt. In dieses Zimmer zieht der zynische Autor Mike Enslin (John Cusack) zu Recherchezwecken ein.

Einst vielversprechendes literarisches Talent, schreibt Mike nach dem tragischen Tod der kleinen Tochter und der darauf folgenden Trennung von seiner Frau nun kalkulierte Bestseller über Geisterhäuser. Und im titelgebenden Raum des altehrwürdigen Dolphin Hotel in Manhattan soll es besonders schlimm zugehen. Weit über 50 Gäste haben dort seit der Eröffnung angeblich bereits ihr Leben gelassen?

Gerald Olin weist Mike auf die möglichen Gefahren einer Übernachtung hin (Foto: Senator) Großansicht

Gerald Olin weist Mike auf die möglichen Gefahren einer Übernachtung hin (Foto: Senator)

Eine Nacht im Horror-Hotel

Schnell ist der Plot skizziert, rasch werden die Figuren eingeführt. Der Hotelmanager - toll besetzt mit Samuel L. Jackson - warnt Enslin eindringlich, die Suite zu beziehen. Was der freilich ausschlägt - eine Entscheidung mit horrenden Folgen. Von jetzt an muss er alle Arten von Höllenqualen durchstehen, denn der Raum besitzt die Fähigkeit, die Ängste seiner Bewohner auf diese zu projizieren.

John Cusack, einer der besten Charakterdarsteller Hollywoods, glänzt in diesem schwierigen Part. Er trotzt allen erdenklichen spektakulären Effekten und Schockmomenten mit grandiosem schauspielerischen Können. "We've only just begun" gellt's urplötzlich aus dem Radiowecker, und dann setzt das Inferno ein.

So langsam kommt Mike das Grauen (Foto: Senator) Großansicht

So langsam kommt Mike das Grauen (Foto: Senator)

Buntes Treiben

Einmal Hölle und zurück heißt es für Mike, der unerbittlich mit den eigenen Dämonen konfrontiert wird. Das Zimmer verwandelt sich erst in einen Backofen, dann in eine Eiswüste. Die Geister der Verstorbenen springen aus dem Fenster und die Bilder an der Wand erwachen zum Leben.

Stilsicher inszeniert diesen cleveren Mix aus Geistergeschichte und parapsychologischem Thriller der Schwede Mikael Håfström und knüpft damit nahtlos an Supernatural-Thriller wie "The Sixth Sense" und "The Ring" an.

Zimmer 1408

In der hocheffektiven Adaption der Kurzgeschichte von Stephen King checkt John Cusack ("High Fidelity") in ein für Leib und Seele gefährliches Horrorhotel ein.

Die Assoziation von Hotel, Horror und King erinnert selbstverständlich sofort an den Genreklassiker "Shining", und auch "1408" empfiehlt sich als eine der besseren Verfilmungen eines Stoffes der Horrorikone. Im Vergleich zu den durch die "Saw"- und "Hostel"-Reihen populär gemachten Folterorgien jüngerer Vergangenheit handelt es sich hier um traditionell packenden Horror der psychologischen Sorte. Die versierte Regie übernahm der Schwede Mikael Hafström ("Evil"), der damit sein beträchtliches Talent für Suspense noch um einiges eindrucksvoller als in seinem Hollywood-Debüt "Entgleist" unter Beweis stellt. Was nicht zuletzt auf das Konto des kompakt konstruierten Drehbuchs des versierten Biopic-Autorenteams Scott Alexander und Larry Karazsewski ("Der Mondmann", "Larry Flynt") geht.

Autor Mike Enslin, der übernatürlichen Phänomenen kritisch gegenüber steht, erhält einen Tipp, dass es im Zimmer Nr.1408 des Dolphin Hotel in Manhattan tatsächlich spuken soll. Obwohl ihn der Hotelmanager Gerald Olin (Samuel L. Jackson in einer kleiner, aber eindringlichen Rolle) händeringend davon abzubringen versucht, lässt Enslin sich den Schlüssel für den unheilvollen Raum aushändigen, in dem seit 1912 über 50 Gäste innerhalb von einer Stunde ihren Tod fanden. Der zuvor als trockener Zyniker etablierte Enslin, der endlich gerne ein echtes übernatürliches Erlebnis hätte, bekommt seinen Wunsch nun innerhalb kürzester Zeit auf schockierende und verstörende Weise erfüllt. Mit dem ironisch vielsagenden musikalischen Auftakt ("It's Only Just Begun" von den Carpenters) des plötzlichen losplärrenden Radioweckers setzt für Enslin der Countdown zum Tod ein, der sich ihm nun in vielerlei Gestalt und Form präsentiert.

Die Suite des Schreckens scheint die Fähigkeit zu haben, die tiefsten unterbewussten Ängste seiner Gäste greifbar zu projizieren. Stürmische Wassermassen, ein Killer-Matrose, arktische Kälte und Selbstmordambitionen bilden nur einen Bruchteil der Manifestationen des Grauens, mit denen sich der Protagonist herumplagen muss. Cusack, der bereits 2003 mit "Identität" in einem klaustrophischen Hotel-Kammerspiel mitwirkte, führt das Publikum mit einer nuancierten Performance in ein vertracktes Psycho-Labyrinth, in dem die Grenzen zwischen Halluzination und echtem Horror zu verschwimmen scheinen. Neben lebensmüden und mordlustigen Geistern stattet ihm auch seine eigene verstorbene kleine Tochter einen Besuch ab, womit Enslins eigene tragische Geschichte noch eine tiefere Dimension erhält. Ein spannender Oldschool-Horrortrip mit polierten Produktionswerten, der höllisch Spaß macht. ara.

Darsteller:  John Cusack   als Mike Enslin
  Samuel L. Jackson   als Gerald Olin
  Mary McCormack   als Lily Enslin
  Jasmine Jessica Anthony   als Katie
  Tony Shalhoub   als Sam Farrell
  Alexandra Silber   als Junge Frau
  Emily Harvey   als Sekretärin
  Noah Margetts   als Noah
  William Armstrong   als Clay
  Paul Birchard   als Mr. Innkeeper
 
Regie:  Mikael Håfström  
Buch:  Scott Alexander  
  Larry Karaszewski  
  Matt Greenberg  
Musik:  Gabriel Yared  
Kamera:  Benoît Delhomme  
Produzent:  Lorenzo di Bonaventura  

Gruseliger Herbst bei Senator in HD

Pünktlich zu Halloween bringt Senator Home Entertainment in diesem Herbst vier seiner erfolgreichsten Titel auch auf Blu-ray in den Handel, allesamt aus dem Horror- und Gruselgenre.

Zum DVD-Start auch auf Blu-ray: "Das Waisenhaus" (Foto: Senator) Großansicht

Zum DVD-Start auch auf Blu-ray: "Das Waisenhaus" (Foto: Senator)

Den Anfang macht am 29. September der von Guillermo Del Toro produzierte Film "Das Waisenhaus", der damit Day-and-Date zum DVD-Start erscheint.

Am 27. Oktober folgen dann drei weitere Titel, die allerdings bereits auf DVD erschienen sind: die Stephen-King-Verfilmungen "Der Nebel" und "Zimmer 1408" sowie die Neuverfilmung von "Halloween".

Alle Blu-ray-Titel kommen im Steelbook mit umfangreichen Extras.

 

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