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Zwei Brüder

Tierabenteuer um die Odyssee zweier Tiger-Brüder aus der Gefangenschaft in die Freiheit.


Zwei Brüder

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Erhältlich seit:
01.10.2010

Originaltitel: Deux frères

Abenteuer

Frankreich/Großbritannien 2004
Laufzeit: 105 Min.
FSK: ab 6

Guy Pearce
Jean-Claude Dreyfus
Philippine Leroy-Beaulieu

Regie: Jean-Jacques Annaud
Universum Film

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Meisterregisseur Jean-Jacques Annaud lässt die Tiger los: In den berühmten Tempeln von Angkor und im Dschungel Kambodschas entstand ein einzigartiges Kinoabenteuer.

Jäger McRory möchte Kumal am liebsten behalten (Foto: Tobis) Großansicht

Jäger McRory möchte Kumal am liebsten behalten (Foto: Tobis)

Man möchte sie knuddeln, die beiden Tigerbabies, wenn sie mit ihren majestätischen Eltern durch eine alte Tempelanlage tollen.

Kumal, ein frecher Draufgänger, und der sanfte und schüchterne Sangha wachsen unbeschwert im Dschungel auf, bis sie eines Tages von Menschen aufgespürt werden.

Zwar kümmert sich der Jäger McRory (Guy Pearce) liebevoll um Kumal, kann aber nicht verhindern, dass der Tiger an einen Zirkus verkauft wird.

Sangha wird zunächst im Haus des Gouverneurs aufgenommen, als Spielkamerad für dessen Sohn Raoul. Aber das Glück ist nicht von Dauer...

Aus Kätzchen werden große Katzen (Foto: Tobis) Großansicht

Aus Kätzchen werden große Katzen (Foto: Tobis)

Tierisches Familientreffen

Nach Jahren treffen die Brüder sich wieder - bei einem Schaukampf sollen sie gegeneinander antreten! Doch die alten Familienbande sind stärker.

Die beiden erkennen einander, schlagen den Menschen ein Schnippchen und sich in die Büsche, der Freiheit des Urwaldes entgegen.

Jean-Jacques Annaud ("Der Bär") verwöhnt mit außergewöhnlichem Kino der Fantasie. Insgesamt 30 Tiger, davon 18 Babys, standen vor der Kamera, jeder hatte etwas Besonders - einen intensiven Blick, einen geschmeidigen Gang oder eine große Schnelligkeit.

Wenn der Tiger zum Sprung ansetzt, ist Vorsicht geboten (Foto: Tobis) Großansicht

Wenn der Tiger zum Sprung ansetzt, ist Vorsicht geboten (Foto: Tobis)

Bissige Hauptdarsteller

Alle Szenen, in denen Schauspieler und Tiger zu sehen sind, wurden doppelt gedreht: einmal mit den Wildkatzen und einmal mit den Menschen.

Die Techniker hockten in kleinen Käfigen, die ferngesteuerten Kameras standen außerhalb der Gitter, manchmal nur wenige Zentimenter von den gefährlichen Beißern entfernt.

"Zwei Brüder" ist ein spannendes Film-Abenteuer mit spektakulären Nahaufnahmen voller Geheimnisse und Überraschungen, "Wild Life" pur.

Zwei Brüder

15 Jahre nach dem Erfolg von "Der Bär" bringt Jean-Jacques Annaud, der Naturexperte unter den Filmregisseuren, wieder eine anrührende Geschichte im dokumentarisch gefärbten Segment des Tierfilms auf die Leinwand. Auch wenn sich der Zauber der "Mutter aller Tierfilme" nicht immer einstellen mag, sind doch die Aufnahmen mit Tigern spektakulär und das Setting im südostasiatischen Dschungel so famos, dass man sich auf klingelnde Kassen im Family-Entertainment-Segment einstellen darf.

Dafür garantiert die Faszination, die von Annauds bisweilen mehr als beeindruckenden Bildern aus einer unberührten Natur und seiner ungezähmten Bewohner ausgeht. Das Handicap des Films aber, der sich in seinen Flora-, Fauna- und Ethnologie-Episoden schwerelos entfaltet, liegt

in der Verbindung mit seiner menschlichen Geschichte. Diese will ein bisschen mühselig in Gang kommen, sei es die angedeutete Liebe zwischen dem Hauptdarsteller und einer selbstbewussten Einheimischen, sei es die Läuterung des skrupellosen Jägers und Abenteurers zum nachdenklichen Umweltaktivisten. Vielleicht liegt das Manko in der Besetzung der Rollen. Während der kantige Guy Pearce ("Memento") als charmanter Frauenheld eine erwartet gute Figur macht, schießt Jean-Claude Dreyfus als französischer Gouverneur dagegen oft übers Ziel hinaus und gibt die Karikatur einer Ordnungsperson.

Anders als ihre menschlichen Gegenspieler, die letztlich wie Figuren vom Reißbrett agieren, zeigen sich die tierischen Darsteller in Hochform. Über 30 Tiger waren im Einsatz, jeder "Hauptdarsteller" hatte drei Doubles. Die Arbeit mit DV erlaubte hautnahes Herangehen und erzeugt eine Gefühl von Nähe und Direktheit im Umgang mit den Tieren, dafür bleiben die Landschaftspanoramen flach, fehlen die wirklich großen Kinobilder. Die Mischung aus gedrehtem Material, Spezialeffekten und Computeranimation bei den Tierstunts ist dafür gelungen. Gedreht wurde 180 Tage lang in Thailand und Kambodscha, wo Jean-Marie Drejous wunderschöne Aufnahmen von Landschaften gelangen, in denen alte Tempel wie verwachsen mit ihnen scheinen.

Die Geschichte spielt in Kambodscha Anfang des 20. Jahrhunderts. Weil sein Handel mit Elfenbein nicht mehr funktioniert, wendet sich Jäger Aidan McRory dem lukrativeren Geschäft mit antiken Statuen zu. Auf einer Expedition in den Dschungel entdeckt er eine Tiger-Familie, die in einem alten Tempel zu Hause ist. Er erschießt den Vater und fängt Kumal, ein Tigerbaby, ein. Der Mutter und Bruder Sangha gelingt die Flucht. McRory entwickelt Zuneigung zu dem wilden Kleinen, dennoch verkauft er ihn an einen Zirkus. Auch der sanftmütige Sangha wird später gefangen und kommt ins Haus des Gouverneurs, dessen kleiner Sohn Raoul ihn vergöttert. Nach einem Unfall gerät er in die Hände eines Mannes, der Tiger für Sportwettkämpfe abrichtet. Und so treffen, ein Jahr später, die ausgewachsenen Brüder wieder aufeinander - als Kontrahenten in einem Kampf zur Unterhaltung seiner Majestät, dessen Unterstützung der Gouverneur braucht, um den Dschungel für den Tourismus zugänglich zu machen. Die Brüder erkennen sich aber wieder und flüchten.

Die märchenhafte Schicksalsfügung setzt sich fort im eigentlichen dramatischen Highlight, wenn Raoul "seinem" Schützling in den Dschungel folgt und dem zunächst allzeit schussbereiten McRory eine Lektion erteilt: Die Tiger erkennen ihre früheren menschlichen Bezugspersonen, nehmen Abschied von ihnen und ziehen friedlich von dannen in die Freiheit. Trotz der gesellschaftspolitischen Bezüge erzählt Annaud nach einer eigenen Story eine universelle Geschichte um Freundschaft, Vertrauen und das Miteinander von Mensch und Tier, die im Segment Familienfilm allemal gute Unterhaltung und eine Abwechslung zur verniedlichten Disney-Tierwelt verspricht. boe.

Zwei Brüder

Anfang des 20. Jahrhunderts erschießt der Trophäenjäger Aidan McRory (Guy Pearce) einen Tigervater und fängt eines seiner Jungen, Kumal, während der Mutter und dem zweiten Tigerbaby Sangha die Flucht gelingen. Obwohl McRory Kumal ins Herz schließt, verkauft er ihn später an einen Zirkus. Und auch Sangha gerät in Gefangenschaft und wird nach einem Unfall im Haus des britischen Gouverneurs als Kampf-Tiger abgerichtet. Es kommt wie befürchtet - schon bald stehen sich die Brüder als Todfeinde in einer Arena gegenüber.

Quelle: Universum Film

Laufzeit des Bonusmaterials: 229 Minuten

- Making Of
- Kinotrailer
- Interviews mit Cast & Crew
- Jean-Jaques Annaud über die Dreharbeiten mit den Tigern
- Die Tiger-Babys Kumal und Sangha
- Dokumention: Alles über Tiger
u.v.m.

Quelle: Universum Film

Darsteller:  Guy Pearce   als Aidan McRory
  Jean-Claude Dreyfus   als Eugène Normandin
  Philippine Leroy-Beaulieu   als Mathilde Normandin
  Freddie Highmore   als Raoul
  Moussa Maaskri   als Saladin
  Vincent Scarito   als Zerbino
  Maï Anh Le   als Nai-Rea
  Jaran Phetjareon   als Dorfältester
  Oanh Nguyen   als Seine Exzellenz
  Stéphanie Lagarde   als Paulette
 
Regie:  Jean-Jacques Annaud  
Buch:  Jean-Jacques Annaud  
  Alain Godard  
Musik:  Stephen Warbeck  
Kamera:  Jean-Marie Dreujou  
Produzent:  Jean-Jacques Annaud  
  Jake Eberts  
 

Zwei Brüder in der Fotoshow

 

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