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Leihvideo
Erhältlich seit:
15.03.2005
Originaltitel: Deux frères
Frankreich/Großbritannien 2004
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6
Guy Pearce
Jean-Claude Dreyfus
Philippine Leroy-Beaulieu
Regie: Jean-Jacques Annaud
Universum Film

15 Jahre nach dem Erfolg von "Der Bär" bringt Jean-Jacques Annaud, der Naturexperte unter den Filmregisseuren, wieder eine anrührende Geschichte im dokumentarisch gefärbten Segment des Tierfilms auf die Leinwand. Auch wenn sich der Zauber der "Mutter aller Tierfilme" nicht immer einstellen mag, sind doch die Aufnahmen mit Tigern spektakulär und das Setting im südostasiatischen Dschungel so famos, dass man sich auf klingelnde Kassen im Family-Entertainment-Segment einstellen darf.
Dafür garantiert die Faszination, die von Annauds bisweilen mehr als beeindruckenden Bildern aus einer unberührten Natur und seiner ungezähmten Bewohner ausgeht. Das Handicap des Films aber, der sich in seinen Flora-, Fauna- und Ethnologie-Episoden schwerelos entfaltet, liegt
in der Verbindung mit seiner menschlichen Geschichte. Diese will ein bisschen mühselig in Gang kommen, sei es die angedeutete Liebe zwischen dem Hauptdarsteller und einer selbstbewussten Einheimischen, sei es die Läuterung des skrupellosen Jägers und Abenteurers zum nachdenklichen Umweltaktivisten. Vielleicht liegt das Manko in der Besetzung der Rollen. Während der kantige Guy Pearce ("Memento") als charmanter Frauenheld eine erwartet gute Figur macht, schießt Jean-Claude Dreyfus als französischer Gouverneur dagegen oft übers Ziel hinaus und gibt die Karikatur einer Ordnungsperson.
Anders als ihre menschlichen Gegenspieler, die letztlich wie Figuren vom Reißbrett agieren, zeigen sich die tierischen Darsteller in Hochform. Über 30 Tiger waren im Einsatz, jeder "Hauptdarsteller" hatte drei Doubles. Die Arbeit mit DV erlaubte hautnahes Herangehen und erzeugt eine Gefühl von Nähe und Direktheit im Umgang mit den Tieren, dafür bleiben die Landschaftspanoramen flach, fehlen die wirklich großen Kinobilder. Die Mischung aus gedrehtem Material, Spezialeffekten und Computeranimation bei den Tierstunts ist dafür gelungen. Gedreht wurde 180 Tage lang in Thailand und Kambodscha, wo Jean-Marie Drejous wunderschöne Aufnahmen von Landschaften gelangen, in denen alte Tempel wie verwachsen mit ihnen scheinen.
Die Geschichte spielt in Kambodscha Anfang des 20. Jahrhunderts. Weil sein Handel mit Elfenbein nicht mehr funktioniert, wendet sich Jäger Aidan McRory dem lukrativeren Geschäft mit antiken Statuen zu. Auf einer Expedition in den Dschungel entdeckt er eine Tiger-Familie, die in einem alten Tempel zu Hause ist. Er erschießt den Vater und fängt Kumal, ein Tigerbaby, ein. Der Mutter und Bruder Sangha gelingt die Flucht. McRory entwickelt Zuneigung zu dem wilden Kleinen, dennoch verkauft er ihn an einen Zirkus. Auch der sanftmütige Sangha wird später gefangen und kommt ins Haus des Gouverneurs, dessen kleiner Sohn Raoul ihn vergöttert. Nach einem Unfall gerät er in die Hände eines Mannes, der Tiger für Sportwettkämpfe abrichtet. Und so treffen, ein Jahr später, die ausgewachsenen Brüder wieder aufeinander - als Kontrahenten in einem Kampf zur Unterhaltung seiner Majestät, dessen Unterstützung der Gouverneur braucht, um den Dschungel für den Tourismus zugänglich zu machen. Die Brüder erkennen sich aber wieder und flüchten.
Die märchenhafte Schicksalsfügung setzt sich fort im eigentlichen dramatischen Highlight, wenn Raoul "seinem" Schützling in den Dschungel folgt und dem zunächst allzeit schussbereiten McRory eine Lektion erteilt: Die Tiger erkennen ihre früheren menschlichen Bezugspersonen, nehmen Abschied von ihnen und ziehen friedlich von dannen in die Freiheit. Trotz der gesellschaftspolitischen Bezüge erzählt Annaud nach einer eigenen Story eine universelle Geschichte um Freundschaft, Vertrauen und das Miteinander von Mensch und Tier, die im Segment Familienfilm allemal gute Unterhaltung und eine Abwechslung zur verniedlichten Disney-Tierwelt verspricht. boe.
| Darsteller: | Guy Pearce | als Aidan McRory | |
|---|---|---|---|
| Jean-Claude Dreyfus | als Eugène Normandin | ||
| Philippine Leroy-Beaulieu | als Mathilde Normandin | ||
| Freddie Highmore | als Raoul | ||
| Moussa Maaskri | als Saladin | ||
| Vincent Scarito | als Zerbino | ||
| Maï Anh Le | als Nai-Rea | ||
| Jaran Phetjareon | als Dorfältester | ||
| Oanh Nguyen | als Seine Exzellenz | ||
| Stéphanie Lagarde | als Paulette | ||
| Regie: | Jean-Jacques Annaud | ||
| Buch: | Jean-Jacques Annaud | ||
| Alain Godard | |||
| Musik: | Stephen Warbeck | ||
| Kamera: | Jean-Marie Dreujou | ||
| Produzent: | Jean-Jacques Annaud | ||
| Jake Eberts | |||
Zwei Brüder in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Star
Guy Pearce
Als ehrgeiziger Polizist Ed Exley, der seine Ausbildung als Jahresbester absolviert hat und als Partner des Hitzkopfs Bud White (Russell Crowe)...
Star
Freddie Highmore
Britischer Schauspieler. Mit sechs Jahren erstmals vor der Kamera, wurde Freddie Highmore mit seiner Art, sich enthusiastisch,...
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