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Zwei ungleiche Schwestern

Komödie um zwei ungleiche Schwestern: Ein heiteres Landei verbringt drei Tage bei ihrer verbitterten, luxusverwöhnten Blutsverwandten in Paris.


Zwei ungleiche Schwestern

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Erhältlich seit:
07.04.2006

Originaltitel: Les soeurs fachées

Komödie/ Drama

Frankreich 2004
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12

Isabelle Huppert
Catherine Frot
François Berléand

Regie: Alexandra Leclère
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Komödie um zwei Schwestern: Ein heiteres Landei verbringt drei Tage bei ihrer luxusverwöhnten Blutsverwandten in Paris.

Louise kommt in die Großstadt (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Louise kommt in die Großstadt (Foto: Arsenal (Central))

Martine (Isabelle Huppert) lebt mit Mann und Sohn in einer großbürgerlichen Wohnung und geht tagsüber Kaffeetrinken, Lunchen oder Shoppen. Die eingefrorenen Mundwinkel hängen tief und man merkt, mit dieser Frau ist nicht zu spaßen, weil sie keinen Spaß am Leben hat. In diese eisige Idylle platzt Louise (Catherine Frot), Kosmetikerin und frisch gebackene Buchautorin aus Le Mans.

Für wenige Tage logiert sie bei ihrer Schwester und bringt alles durcheinander. Sie plappert, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, läuft in grellbunten Klamotten und gewöhnungsbedürftigem Hutschmuck herum, genießt die Metropole mit großen Augen. Die in gedeckten Farben gekleidete Martine geniert sich für das Landei, zählt die Stunden bis zur Abreise. Wer glaubt, nichts könne sie mehr erschüttern, irrt. Als schmerzvolle familiäre Erinnerungen hochkochen, bröckelt die Fassade gewaltig.

Louise und Martine - zwei ungleiche Schwestern (Foto: Arsenal (Central)) Großansicht

Louise und Martine - zwei ungleiche Schwestern (Foto: Arsenal (Central))

Ein unwiderstehliches Duo

Die französische Regisseurin Alexandra Leclère lässt in ihrer beißenden Komödie zwei ungleiche Schwestern - ein naives Landei mit heiterem Temperament und eine eiskalte, verbitterte Bürgerliche - aufeinanderprallen.

Das Duo - von Isabelle Huppert und Catherine Frot großartig verkörpert - präsentiert einen unwiderstehlichen Charme und eine wunderbare Balance zwischen Komik und Ernst.

Zwei ungleiche Schwestern

Sie kann's einfach: Isabelle Huppert ist für herbe Rollen prädestiniert und die beste Zicke, die es gibt - hier als gelangweilte Pariserin mit Bösartigkeitsfaktor 100 nicht zu toppen. In Catherine Frot als naives Schwesterherz vom Land hat sie einen würdigen Gegenpart gefunden. Nicht nur Freunde des französischen Kinos sollten das sich die Bälle zuspielende Damen-Duo genießen.

Chapeau für Alexandra Leclères Spielfilmdebüt! Mit Wortwitz und Dialogschärfe entwirft sie den Zusammenprall zweier Welten und lässt ihre Protagonistinnen das Innere nach Außen kehren. Martine lebt mit Mann und Sohn in einer großbürgerlichen Wohnung und geht tagsüber Kaffeetrinken, Lunchen oder Shoppen. Die eingefrorenen Mundwinkel hängen tief und man merkt, mit dieser Frau ist nicht zu spaßen, weil sie keinen Spaß am Leben hat. Und am ehelichen Sex schon mal gar nicht. Da macht sie gelangweilt die Beine breit und denkt an was anderes. Was den Gatten in die Arme der Kunstgalerie-Freundin treibt, die ihn lustvoll tröstet.

In diese Konstellation platzt Louise, Kosmetikerin und frisch gebackene Buchautorin aus Le Mans. Für wenige Tage logiert sie bei der Schwester und bringt alles durcheinander. Sie plappert, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, läuft in grellbunten Klamotten und gewöhnungsbedürftigem Hutschmuck herum, genießt die Metropole mit großen Augen - die in gedeckten Farben gekleidete Martine geniert sich für das Landei, zählt die Stunden bis zur Abreise. Wer glaubt, nichts könne sie mehr erschüttern, irrt. Als schmerzvolle familiäre Erinnerungen hochkochen, bricht die mühsam gehaltene Balance zusammen, verliert sie die Fassung, bröckelt die Fassade gewaltig.

Trotz aller Dramatik und karthatischen Momenten fehlt es nicht an brillantem Humor und Spitzfindigkeiten, holt der banale Alltag die Heldinnen immer wieder ein. Es wird Tacheles geredet, auch wenn es weh tut. Die Komik erwächst aus den Situationen. Da kippt sich Madame beim Essen mit Freunden Wein rein wie Wasser und strotzt nur so vor Bösartigkeit, während Louise unbekümmert von ihrer großen Liebe erzählt, Basis für das Buch. Und als das Schwesterlein mit Lob bestückt vom Verleger-Gespräch zurückkommt, rastet die Ältere voller Neid und Niedertracht aus. Selten war es so spannend, zu beobachten, wie sich die Verzweiflung in die Seele schleicht, der schöne Schein zerstört wird und ein Mensch vor dem Scherbenhaufen seiner Lebenslügen steht. Mal triumphiert die Leichtigkeit, dann die Beschwerlichkeit des Seins. Die Handlung lebt aus der Stimmigkeit des Milieus, vor allem aber aus den Gegensätzen, dem unterschiedlichen Typ von Frau. Kurzfristig sind sich die Schwestern nahe, dann wieder liegen ihre Sehnsüchte meilenweit auseinander. Große Schauspielerkunst aus Frankreich. Zum Sattsehen schön. mk.

Zwei ungleiche Schwestern

Louise, eine lebenslustige Kosmetikerin aus der Provinz kommt nach Paris, um ihre Schwester zu besuchen, aber auch, um einen Verleger zu treffen. Denn die Mittdreißigerin weiß nun endlich was sie will: Romane veröffentlichen! Voller freudiger Erwartung steigt sie aus dem Zug. Da hat Martine, ihre großbürgerliche und vom Leben frustrierte ältere Schwester, bereits einen enervierenden Morgen hinter sich: ihr Mann hatte die Frühstücksruhe zerstört, der Sohn keine Rücksicht auf ihren ständig schmerzenden Nacken genommen und hätte das Dienstmädchen sie nicht erinnert, dann hätte sie auch noch die Ankunft ihrer Schwester vergessen! Martines Freude auf ein Wiedersehen mit der Schwester hält sich in engen Grenzen. Es ist klar: diese Schwestern trennen Welten! Es folgen drei Tage, in denen die überschwängliche Louise die unterkühlte Martine auf eine schwere Probe stellt. Schließlich muss sich Martine, am Rande mehrerer Nervenzusammenbrüche, von ihrem Mann und ihren besten Freundinnen betrogen, die Frage nach dem Sinn ihres Lebens und nach der Gültigkeit ihrer Werte stellen und auch an Louise geht diese schwesterliche tour de force nicht spurlos vorüber ...

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Isabelle Huppert   als Martine Demouthy
  Catherine Frot   als Louise Mollet
  François Berléand   als Pierre Demouthy
  Brigitte Catillon   als Sophie
  Michel Vuillermoz   als Richard
  Christiane Millet   als Géraldine
  Rose Thiéry   als Fernanda die Gute
  Bruno Chiche   als Charles
  Jean-Philippe Puymartin   als Verleger
  Aurore Auteuil   als Empfangsdame Verlag
  Antoine Beaufils   als Alexandre
 
Regie:  Alexandra Leclère  
Buch:  Alexandra Leclère  
Musik:  Philippe Sarde  
Kamera:  Michel Amathieu  
Produzent:  Philippe Godeau  
 

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